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Diagnosefinder
Kleine Beeren, große Wirkung
Mit Holunderbeerensaft die Abwehr stärken
Ob als Marmelade, Mus oder Saft – der schwarze Holunder schmeckt in vielen Zubereitungen. Was ihn medizinisch auszeichnet: Er stärkt die natürlichen Abwehrkräfte und beugt Erkältungen und Infektionen vor.
Wirksam gegen Grippeviren
Schon die Menschen im Altertum erkannten, dass Holunder gegen Husten, Schnupfen und Grippe hilft. Die moderne Wissenschaft fand den Grund dafür – Flavonoide. Dies sind Pflanzenfarbstoffe, die in hoher Konzentration in Holunderbeeren vorkommen, vor allem in der Schale. Flavonoide hindern Grippeviren daran, sich im Körper auszubreiten und sorgen dafür, dass Fieber und andere Symptome schnell abklingen. Studien einer israelischen Virologin zeigten, dass dies bei Grippepatienten, die mit Holunderbeerenextrakt behandelt wurden, bereits nach zwei bis vier Tagen der Fall war. Nicht behandelte Patienten benötigten hingegen acht Tage, um symptomfrei zu werden.
Weitere wirksame Inhaltsstoffe der Holunderbeeren sind die Vitamine C und B sowie der Farbstoff Anthocyan. Sie haben antioxidative Eigenschaften – das heißt, sie schützen die Zellen im Körper vor dem Einfluss schädlicher Stoffwechselprodukte. So wirken sie Alterungsprozessen entgegen und senken beispielsweise auch das Risiko, an Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebs zu erkranken.
Heißer Saft ist guter Saft
Holunder ist vor allem in Mitteleuropa verbreitet, aber auch im Kaukasus, in der Türkei und Nordafrika. Beerensammler finden ihn auf Waldlichtungen und an Wiesenrändern. Frisch vom Strauch sollten Holunderbeeren aber nicht genascht werden, denn sie sind giftig. Werden die Beeren „roh“ gegessen, so drohen Erbrechen, Durchfall oder Magenbeschwerden. Um das zu vermeiden – Kinder sind besonders anfällig dafür – werden die Beeren oder der Presssaft vor dem Genuss gekocht. Dabei zerfällt das Gift und verliert seine Wirkung.



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