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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Forschung verstehen

Knochendichte messen lohnt sich


Nutzen von Osteoporose-Vorsorge für Frauen bestätigt


Osteoporose, also Knochenschwund, droht vielen Frauen in den Wechseljahren. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun gezeigt, dass es sich lohnt die Knochendichte von Frauen zu messen, auch wenn sie noch keinen Knochenbruch hinter sich haben.

Röntgenstrahlen messen Dichte

Bislang bezahlen die Gesetzlichen Krankenkassen die Knochendichtemessung nur, wenn jemand schon einen Knochenbruch wegen Osteoporose erlitten hat und weitere Hinweise auf eine Osteoporose vorliegen. Doch die Untersuchung könnte auch dazu dienen, solche Brüche zu verhindern. Denn es ist zwar normal, dass die Knochendichte nach dem 20. Lebensjahr langsam abnimmt, doch wie stark, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Neben dem Alter, Geschlecht und genetischen Eigenschaften spielen Faktoren wie niedriges Körpergewicht, kalziumarme Ernährung, mangelnde körperliche Aktivität und Rauchen eine Rolle. Wie stark der Knochenschwund vorangeschritten ist, wird mit der so genannte DXA Methode gemessen. Dabei durchleuchten schwache Röntgenstrahlen die  Knochen – je nach Knochendichte wird die Intensität der Röntgenstrahlen stärker oder geringer abgeschwächt.

Gezieltere Therapie möglich

Die Analyse des IQWiG umfasst 15 Therapiestudien, an denen insgesamt knapp 25.000 Frauen teilgenommen hatten. Diese waren über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren nach der Messung beobachtet worden. In all diesen Studien war die Knochendichte der Frauen zu Beginn mit der DXA gemessen worden. Aus den Studien ergab sich ein Hinweis, dass die Behandlung mit bestimmten Medikamenten wirksam Hüft-, Wirbelkörper- und anderen Knochenbrüchen vorbeugen kann. Demnach kann die DXA helfen, Frauen, für die eine Behandlung sinnvoll ist, von denen zu unterscheiden, bei denen eine Behandlung keinen Nutzen verspricht. Das hilft dem Arzt zu entscheiden, wer vorbeugend Arzneimittel nehmen sollte und wer nicht. Für die Patientinnen wäre das ein Vorteil, denn die medikamentöse Therapie ist nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen. Eine Untersuchung aller Frauen in den Wechseljahren würde eine viel gezieltere Therapie ermöglichen.


24.08.2010 | Von: Stefanie Grutsch