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Diagnosefinder
Kupfer reduziert Keime
Kupfer in Krankenhäusern fördert die Hygiene
Türgriffe und Lichtschalter aus Kupfer reduzieren die Verbreitung gefährlicher Keime in Krankenhäusern. Das ergab ein Feldversuch im Arbeitsalltag ausgewählter Stationen der Asklepios Klinik in Hamburg.
Untersuchung übertrifft Erwartungen
Zwei Stationen der Hamburger Klinik wurden mit Türen, Türgriffen und Lichtschaltern aus Kupfer ausgestattet. Die benachbarten Stationen behielten ihre alten Schalter und Griffe aus Aluminium, Edelstahl oder Plastik.
Unabhängige Wissenschaftler nahmen regelmäßig Proben und verglichen die Keime auf den verschiedenen Kontaktflächen. Die Proben zeigten, dass die Zahl der Antibiotika-resistenten-Bakterien (MRSA) auf den Kupferoberflächen um ein Drittel zurückging. MRSA sind Bakterien gegen die nur noch zwei oder drei Antibiotika helfen. Sie haben vor allem in Krankenhäusern rapide zugenommen und gefährden dort Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Es wird geschätzt, dass in deutschen Krankenhäusern jährlich mehr als eine halbe Million - in der Klinik erworbener - Infektionen auftreten.
Patienten profitieren
Auch die Neubesiedelung der Türgriffe und Lichtschalter durch Keime war stark vermindert. Das hatte positive Nebenwirkungen für die Patienten: Auf den mit Kupfer ausgestatteten Stationen gab es weniger Infektionen. Die Tendenz zu einer niedrigeren Infektionsrate muss allerdings in größeren Studien genauer untersucht werden.
"Die jetzt erzielten Ergebnisse, eine Reduzierung der Keime um mehr als ein Drittel, machen Hoffnung. Kontaktflächen wie Griffe und Schalter aus Kupfer können damit eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Hygienemaßnahmen wie der Händedesinfektion sein", sagt Professor Dr. med. Jörg Braun, Chefarzt in der Asklepios Klinik.



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