Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Kinderkrankheiten

Läusemittel für Kinder


Sanfte Mittel statt chemischer Hämmer


Sie sind zwar nicht gefährlich, aber ziemlich lästig: Kopfläuse. Regelmäßig schreckt der Hinweis „Wir haben Läuse“ an der Kindergarten- oder Schultür die Eltern auf. Dann beginnt der Kampf gegen die kleinen Parasiten. Der sicherste Weg zur Läusefreiheit sind Medikamente – aber nicht alle sind gleich verträglich und sanft. Öko Test hat jetzt verschiedene Läusemittel für Kinder getestet und empfiehlt: Finger weg von den chemischen Hämmern und lieber zu physikalisch wirkenden Mitteln greifen.

3 Testsieger mit der Bewertung „gut“


Die physikalisch wirksamen Präparate arbeiten auf der Basis von Silikonen wie etwa Dimeticon, die nicht giftig sind. Ihre Wirksamkeit ist in Studien gut belegt und sie sind auch nicht teurer als die chemischen Varianten. Die Silikone machen den Läusen die Atmung unmöglich, in dem sie ihre Atemöffnungen verschließen.

Nach diesem Prinzip arbeiten alle drei Öko Test Sieger Etropril®, Jacutin Pedicul® und K.Laus Anti-Läusemittel®. Auch der Nyda® Pumpspray kommt bei der Bewertung gut weg, allerdings gibt es Abzüge für die PVC-haltigeVerpackung. Jacutin ist sogar schon ab dem Säuglingsalter einsetzbar, K.Laus und Nyda erst ab zwei Jahren. K.Laus enthält zusätzlich noch einen Nissenkamm. Den braucht man ohnehin, um nach der Behandlung die Lauseier, so genannte Nissen, und die toten Läuse zu entfernen.

Weniger Nebenwirkungen


Weil die Silikon-Produkte die Läuse auf physikalischem Wege töten, haben sie auch nicht so viele Nebenwirkungen wie chemische Produkte. Diese lösen oft Juckreiz, oder Brennen auf der Kopfhaut aus. In vielen Produkten konnten außerdem bedenkliche Hilfsstoffe nachgewiesen werden, vor allem Duftstoffe. Diese sind für die Wirkung völlig unerheblich, können aber Allergien auslösen und die Haut reizen. Notenabzug gab es auch für verschiedene problematische Farbstoffe, etwa E 104 oder E 110. Diese könnten laut Öko Test ganz einfach durch unbedenkliche Stoffe ersetzt werden, wie es die meisten Hersteller auch tun.

Am schlechtesten schnitt das billigste getestete Produkt ab: Die Goldgeist Forte® Lösung. Sie enthält nicht nur einen agressiven Wirkstoff, sondern auch eine Reihe bedenklicher Zusatz-, Farb- und Duftstoffe.

Tipps zur endgültigen „Entlausung“: Nissenkamm und Stofftiere


  • Für die Behandlung nach dem Läusemittel gibt es in der Apotheke spezielle Nissenkämme. Mit ihnen lassen sich die Lauseier und die toten Läuse – leider etwas mühselig – entfernen. Die Haare einfach strähnchenweise durchkämmen, den Kamm immer wieder mit Küchenpapier säubern und am Ende immer noch übrig gebliebene Nissen mit den Fingern vom Haar ziehen. Oft ist mehr als eine Sitzung nötig, bis man alle Störenfriede los ist. Notwendig dazu sind gutes Licht und viel Geduld.


Tipp: Die Nissen gehen leichter ab, wenn man die Haare vorher mit einer Essig-Wasser-Mischung spült.

  • Bei der erfolgreichen Lausbehandlung darf man auch die Umgebung nicht vergessen. Alle Kleidung, Handtücher, Bettwäsche und Stofftiere, die das Kind in letzter Zeit benutzt hat, müssen in die Waschmaschine: bei mindestens 60 Grad.
  • Kämme, Bürsten und andere Gegenstände werden in mindestens ebenso heißes Seifenwasser eingelegt.
  • Teddybären, die die Waschmaschine scheuen, oder andere empfindliche Gegenstände einfach in einem gut geschlossenen Plastiksack zwei Tage lang einfrieren. Das überleben die Läuse auch nicht.

20.08.2009 | Von: Stefanie Grutsch