Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Ernährungsmedizin

Lebensmittelvergiftungen häufiger


Verdorbene Lebensmittel: Im Sommer steigt das Risiko


Eine Auswertung von Daten der Krankenversicherung KKH-Allianz hat ergeben, dass sich die Zahl der Lebensmittelvergiftungen zwischen 2001 und 2008 fast vervierfacht hat. Im Spitzenjahr 2007 waren knapp 440 KKH-Versicherte betroffen, beinahe alle mussten im Krankenhaus behandelt werden. Für ganz Deutschland zählte das  Robert-Koch-Institut allein im Jahr 2008 mehr als 100.000 Fälle von lebensmittelbedingten Darmerkrankungen.

„Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass die Qualität der Lebensmittel stärker überwacht werden muss“, sagt Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze, Ärztin bei der KKH-Allianz. „Aber auch der Verbraucher selbst sollte gerade in der warmen Jahreszeit verstärkt auf Hygiene in seinem Kühlschrank achten.“

Bei Verdacht auf Lebensmittelvergiftung: Sofort zum Arzt

Lebensmittelvergiftungen sind keine Lappalie. Gesunde Erwachsene haben den Brechdurchfall zwar meist nach einigen Tagen überstanden, für Säuglinge, Kleinkinder, alte und immungeschwächte Menschen können solche Infektionen aber schnell lebensgefährlich zu werden. Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung sollte man daher sofort zum Arzt gehen oder die Giftnotrufzentrale anrufen. Menschen, die beruflich mit Lebensmitteln zu tun haben, sind außerdem verpflichtet, die Krankheit dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden.

Die typischen Symptome Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall treten meist eine bis sechs Stunden nach dem Verzehr verdorbener Speisen auf. Oft kommen auch Fieber und Kopfschmerzen dazu. Wie immer bei Durchfall ist es wichtig, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. 

Die meisten Vergiftungen verursachen tierische Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Eier oder Milchprodukte, die unhygienisch verarbeitet oder falsch gelagert wurden. Die häufigsten Erreger sind Salmonellen, Campylobakter, EHEC und Listerien. Vor allem Salmonellen verbreiten sich bei warmem Wetter sehr schnell.  In den Sommermonaten steigen deshalb die Erkrankungsraten jedes Jahr sprunghaft an.

Lebensmittelvergiftungen vermeiden

Folgende Regeln helfen, Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden:

  • Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsfristen und Lagerungsempfehlungen auf der Verpackung beachten.
  • Leicht verderbliche Lebensmittel zuletzt kaufen oder für den Heimweg eine Kühltasche verwenden.
  • Nur Mengen kaufen, die in kurzer Zeit verbraucht werden. 
  • Im Kühlschrank darf es nicht wärmer als 7 Grad Celsius werden. Ein überfüllter Kühlschrank kühlt nicht mehr so gut. 
  • Gefriergut bei Auftauen nicht lange in der entstehenden  Flüssigkeit liegen lassen. Abtauwasser weggießen und verhindern, dass es mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommt.
  • Rohe und bereits gegarte Lebensmittel getrennt voneinander lagern.
  • Zubereitete Speisen möglichst schnell verbrauchen und nicht über längere Zeit warmhalten.
  • Vorher und nachher dieHände waschen, wenn Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Eier verarbeitet werden.
  • Reste zubereiteter Speisen bis zum späteren Verzehr kühlen; Reste nicht nur aufwärmen, sondern gründlich erhitzen.

25.08.2009 | Von: Dorothee Steeb