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Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Vorsorge für Kinder

Lebensweise im Vorschulalter


Auch die Kleinen profitieren von gesunder Lebensweise


Wer als Erwachsener gesund sein will, muss schon als Kleinkind etwas dafür tun: Zwei aktuelle Studien, eine amerikanische und eine britisch-australische, bestätigen wieder, dass die frühe Kindheit wichtig ist für die spätere Gesundheit. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hin (BVKJ).

Sportliche Kleinkinder, schlanke Teenager


Der Spruch vom Hänschen und Hans gilt offenbar auch für die Gesundheit. Kinder, die sich schon im Vorschulalter viel bewegen und aktiv sind haben später ein geringeres Risiko, Übergewicht zu bekommen. Außerdem wirkt sich eine kalziumreiche Ernährung mit vielen Milchprodukten günstig auf das Schlaganfallrisiko aus. „Kinder können für ihre Gesundheit ein gutes Polster schaffen, das sie später im Leben gegenüber Belastungen unempfindlicher macht. Die amerikanischen Forscher vergleichen das mit einem Bankkonto, das mit Reserven gefüllt werden kann“, sagt der Kinderarzt Ulrich Fegeler vom BVKJ.

Das Bewegungsverhalten von Kleinkindern wirkt sich laut der amerikanischen Studie mindestens bis ins Teenageralter auf das Gewicht aus. Ihre Ergebnisse stützen sich auf die Daten von über 300 Kindern. Fünfjährige, die täglich mehr als 30 Minuten Sport trieben, konnten später leichter Fett abbauen. Im Alter von 8 und 11 Jahren reduzierten alle weiteren zehn Minuten intensiver Bewegung ihr Fettgewebe um 15 Gramm.

Milchprodukte verlängern die Lebenszeit


Die britischen und australischen Forscher von der zweiten Studie glauben, dass sich die Lebensweise in der Kindheit auf die Gesundheit sogar bis ins hohe Alter auswirkt. Ihre Untersuchung ergab, dass eine kalziumreiche Ernährung das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, reduzierte und die Lebenszeit insgesamt verlängerte. Sie werteten dafür die Daten von über 4.000 Patienten aus, die in einem Zeitraum von 65 Jahren beobachtet wurden. Als Kinder hatten sie zwischen 1937 und 1939 an einer Erhebung zum Ernährungsverhalten in der Familie teilgenommen. Bis 2005 waren fast 1.500 von ihnen gestorben, beinahe 400 an einer Herz-Kreislauferkrankung und 121 nach einem Schlaganfall.
„Dass der hohe Verzehr von Milchprodukten sich positiv auf die Lebenserwartung auswirkt, kann allerdings auch daran liegen, dass Familien, die sich damals solche Lebensmittel öfter leisten konnten, einer wirtschaftlich begünstigten Gesellschaftsschicht angehörten. Diese ist in der Regel mit einer besseren Ernährung verbunden“, gibt Dr. Fegeler zu bedenken.


25.08.2009 | Von: Stefanie Grutsch