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Liebesglück gegen Stress
Glückliche Beziehungen wirken als Stresspuffer
Acht von zehn Deutschen stehen nach eigenen Angaben zu sehr unter Druck. Dafür ist vor allem der Stress in der Arbeit verantwortlich. Für alle Gestressten gibt es nun eine gute Nachricht: Menschen, die in einer intakten Beziehung leben, leiden deutlich weniger unter dem täglichen Arbeitsstress. Das hat eine Studie an der Universität Göteborg gezeigt.
Gesünder dank privatem Glück
Eine gute Partnerschaft wirkt wie ein Puffer gegen den Stress im Arbeitsleben. Gestörte Beziehungen haben den gegenteiligen Effekt: Sie verstärken die negativen Einflüsse aus dem Berufsalltag. Das erhöht das Risiko von Burnout-Syndrom und körperlichen Erkrankungen, wie die Forscherin Ann-Christine Andersson Arnten berichtet.
An ihrer Untersuchung haben über 900 Personen teilgenommen. Diejenigen, die angaben, in einer liebevollen Partnerschaft zu leben, waren auch gleichzeitig gesünder, als jene mit problematischen Beziehungen. Frauen in unglücklichen Beziehungen litten häufiger unter Angstzuständen und Schlafstörungen. Bei den Männern führten die schlecht funktionierenden Beziehungen zu Depressionen, Beklemmungen und auch körperlichen Stressreaktionen wie Magengeschwüre.
Obwohl die Studie solche Geschlechterunterschiede deutlich macht, zeigte sich, dass die Unterschiede zwischen einzelnen Menschen größer waren, als die zwischen den Geschlechtern. Jeder braucht Ruhe und Entspannung nach Stress in der Arbeit, sonst kommt es zu körperlichen Beeinträchtigungen.
Einklang von Arbeit und Privatleben
„Bei dem Studienergebnis geht es um die so genannte Work-Life-Balance, den Einklang von Arbeit und Privatleben“, kommentiert die Psychotherapeutin Sabine Fischer die Untersuchung. „Das System basiert auf der Vorstellung einer Waage. Wenn eine Seite nicht stimmt, gerät die Waage aus dem Gleichgewicht.“ Wichtig sei allerdings, dass man den Partner nicht als „Mülleimer“ für alle Sorgen und Nöte missbrauche, sagt die Expertin.
Dass die schwedische Studie eins zu eins auf andere Länder übertragbar sei, zweifelt Fischer allerdings an. „Es gibt verschiedene Mentalitäten und verschiedene Gesprächskulturen über welche Themen man in einer Beziehung reden kann und welche tabu sind.“



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