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Diagnosefinder
Lungenkrebs ohne Zigaretten
Genvariante Schuld an Lungenkrebs bei Nichtrauchern
Viele Lungenkrebspatienten haben nie in ihrem Leben eine Zigarette geraucht. Warum sie trotzdem erkranken, hat jetzt ein US-amerikanisches Forscherteam herausgefunden: Eine bestimmte Genvariante ist offenbar Schuld an ihrem Schicksal.
Zehn Prozent der Erkrankten sind Nichtraucher
Das höchste Lungenkrebsrisiko haben Raucher, doch immer wieder erkranken auch Nichtraucher. Auf zehn Prozent aller europäischen Patienten etwa trifft das zu. Sie haben in ihrem ganzen Leben weniger als 100 Zigaretten geraucht, manch einer keine einzige. Unter asiatischen Patienten sind es sogar 30 bis 40 Prozent, wie die in der Fachzeitschrift „Lancet Oncology“ veröffentlichte Studie zeigt.
Inaktives Gen bei Nichtrauchern
Warum auch Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, konnte die Forschergruppe um den Wissenschaftler Ping Yang von der Mayo Klinik jetzt klären. Eine ganz bestimmte Genvariante tritt bei den nichtrauchenden Lungenkrebspatienten immer wieder auf. Um es zu entdecken, haben Yang und sein Team DNA-Proben von 774 Personen, die in ihrem Leben weniger als 100 Zigaretten geraucht hatten, untersucht. Rund ein Drittel von Ihnen trug die Genvariante. Bei den betroffenen Patienten war das Gen „GPC5“ nur halb so aktiv wie gewöhnlich. Wie genau dies mit der Entstehung von Lungenkrebs zusammenhängt, ist noch unklar. Die Entdeckung des Gens ist erst der Beginn weiterführender Forschung. Die Forscher hoffen, neue Behandlungsansätze zu finden und Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko künftig frühzeitig erkennen zu können.



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