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Mammografie-Screening kommt gut an


Frauen loben das flächendeckende Mammografie-Screening


In einer Umfrage geben Frauen dem Mammografie-Screening-Programm zur Früherkennung von Brustkrebs gute Noten. Trotzdem ist den wenigsten die begrenzte Aussage der Brustuntersuchung bekannt. Das ergab eine Studie über das flächendeckend eingeführte Mammografie-Screening-Programm in Deutschland.

Aussagekraft der Mammografie begrenzt

Die Kooperationsgemeinschaft Mammografie hat die Hochschule Augsburg und mamazon e.V. beauftragt eine Studie über das Mammografie-Screening durchzuführen. Demnach ist den meisten Frauen, die am Mammografie-Screening teilnehmen, die beschränkte Aussagekraft der Untersuchung nicht klar. 86 Prozent der befragten 1.200 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren würden wieder zum Screening gehen. Mehr als 90 Prozent wussten jedoch nicht, dass dabei höchstens 60 bis 70 Prozent der Brusterkrankungen entdeckt werden. "Eine Mammografie ohne Befund bedeutet noch lange nicht brustgesund", sagt Annette Kruse-Keirath vom mamazone-Vorstand. Die Sicherheit mit der Brustkrebs diagnostiziert werden kann, steigt aber erheblich, wenn Ärzte Mammografie und Brustultraschall kombiniert einsetzen.

Eine Million Frauen waren bereits beim Sreening

Die Studie ergab außerdem, dass von bisher drei Millionen angeschriebenen Frauen, eine Million der Einladung der Kooperationsgemeinschaft Mammografie gefolgt war. Nach Auswertung der Studie durch Professor Riegl benoteten die Frauen Informationsmaterial und Einladung zum Screening als sehr gut. Ebenfalls positiv wurde die Einladung durch eine zentrale Stelle empfunden. Die Mehrheit der angeschriebenen Frauen akzeptierte den vorgeschlagenen Untersuchungstermin.

Frauen aus ländlichen Gegenden kritisierten vor allem, die große Entfernung zwischen Screening-Zentrum und Wohnort. Besonders vermisst wurde die Möglichkeit, den Befund im Anschluss der Untersuchung mit einem Arzt zu besprechen. Denn nur 38 Prozent der Frauen wurde beim Screening mitgeteilt, dass zusätzliche Untersuchungen zur Absicherung der Diagnose erforderlich sind.

Das Ziel des bundesweiten Screenings, Frauen anzusprechen, die bisher die Früherkennung nicht nutzten, gelang nach Auswertung der Studie nicht. 64 Prozent der Befragten gingen bisher schon zur jährlichen Krebsvorsorge. "Mit dem Screening werden bisher weitgehend Frauen erreicht, die ohnehin Früherkennung-Fans sind", sagt Frau Kruse-Keirath.


12.05.2009 | Von: Judith Kaiser