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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Vorsorge aktiv
Auch Milchzähne brauchen Pflege - sonst gibt es auch bei den zweiten Zähnen Karies.
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Mehr als Zähneputzen


Fünf Fakten über Zahngesundheit, die viele nicht kennen


Unsere Vorstellung von Zahnpflege ist mit Zähneputzen, Zahnseide und zwei Zahnarztbesuchen im Jahr in der Regel erfüllt. Darüber hinaus gibt es aber eine ganze Reihe von Faktoren, die die Gesundheit der Zähne beeinflussen – zum Teil bereits vor der Geburt. US-Forscher vom zahnmedizinischen Institut der amerikanischen Tufts University erklären, wie wir über die Mundhygiene hinaus nachhaltig für unsere Zähne sorgen können.

1: Zahngesundheit schon vor der Geburt

Ein Mangel an Mineralstoffen in der Schwangerschaft kann die Anlagen für die Zähne des Fötus negativ beeinflussen. Er führt dazu, dass Kinderzähne anfälliger für Karies sind. Besonders wichtig ist, dass die werdende Mutter ausreichend Kalzium, Vitamin D und A, Eiweiße und Nährstoffe zu sich nimmt, die das Baby für den Aufbau der Zähne braucht.

2: Milchzahnkaries und bleibenden Zähne

„Milchzähne fallen aus und gesunde, bleibende Zähne kommen nach“ – aufgrund dieser nahe liegenden Annahme vernachlässigen Eltern oft die Pflege von Kinderzähnen. Tatsächlich kann durch die Milchzähne die Karies auf die Kronen der nachfolgenden Zähne übergehen und diese schädigen, bevor sie überhaupt zu sehen sind. Karies ist übrigens mit Abstand die häufigste Kinderkrankheit.

3: Zähne und Zucker

Zucker verursacht Karies – aber nicht die Menge des Zuckers ist dabei ausschlaggebend, sondern die Dauer des Kontakts von Zucker und Zahn. Daher gefährden vor allem Bonbons und Softdrinks die Zahngesundheit, da sie lange im Mund bleiben: „Zähne sind in diesen Fällen länger den Säuren ausgesetzt, die Mundbakterien aus dem Zucker bilden“, schreiben die Forscher des US-Instituts.

4: Gefahr Osteoporose

Osteoporose oder Knochenschwund führt dazu, dass die Masse und Stabilität von Knochen abnimmt und diese dadurch schneller brechen. Das kann nicht nur im tragenden Skelett vorkommen, sondern auch im Schädelbereich. Im Kieferknochen sind unsere Zähne verankert  - daher gefährdet Osteoporose auch das Gebiss. Eine ausgewogene Ernährung, die fehlende Mineralstoffe ausgleicht, hilft, dagegen vorzusorgen.

5: Zahnpflege in höherem Alter

Ältere Menschen müssen oft eine ganze Reihe an Medikamenten einnehmen. Viele Wirkstoffe verändern aber die Mundflora und hemmen die Speichelproduktion. Da die Speichelflüssigkeit auch den Mundraum reinigt, ist dies ein Problem für die Zahnhygiene: „Bei einer geringeren Menge an Speichel wird der Mundraum langsamer gereinigt. Dies kann das Risiko für Zahnbeschwerden erhöhen“, betonen die Forscher.


12.08.2010 | Von: Martina Schramm; Bild: Reno12/Bigstock