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Mehr Ausgaben für Heilmittel
Berlin und Hamburg sind Spitzenreiter
Im Jahr 2010 haben die in Deutschland niedergelassenen Ärzte 4,4 Milliarden Euro für Heilmittel ausgegeben. Damit ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent gestiegen. Darauf verweist die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf die aktuelle Statistik des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung.
Pro-Kopf-Ausgaben regional verschieden
Neben Arzneimitteln verschreiben Ärzte eine Vielzahl von Heilmitteln. Dazu zählen vor allem physikalische Therapien wie Krankengymnastik, Ergo- oder Sprachtherapie. Im Durchschnitt bekam bundesweit jeder Patient für 63 Euro Heilmittel verordnet. Die Pro-Kopf-Ausgaben variierten dabei von Region zu Region jedoch stark. Am tiefsten griffen die Ärzte in den Großstädten Berlin und Hamburg in die Geldtöpfe. Sie gaben für jeden Patienten im Schnitt 80 Euro aus. Die Ärzte im Kreis Westfalen-Lippe waren am sparsamsten. Sie verordneten jedem Patienten für nur 46 Euro Heilmittel. Damit lagen die einen 28 Prozent über dem Bundes-Durchschnitt und die anderen 27 Prozent darunter.
Von Krankengymnastik bis Sprachtherapie
Bundesweit gaben die Ärzte das meiste Geld für Krankengymnastik aus – insgesamt schlugen 1,3 Milliarden Euro allein für dieses Heilmittel zu Buche. An zweiter Stelle stand die Ergotherapie. Hierfür wendeten die Ärzte 398 Millionen Euro auf. Danach folgten dann an dritter Stelle die Ausgaben für Sprachtherapie. Sie betrugen im ganzen Jahr 367 Millionen Euro.



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