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Mehr Ausgaben für Medikamente
Krankenkassen erhöhen Arzneimittelbudget
Für Arznei- und Heilmittelausgaben stehen im nächsten Jahr jeweils 60 Millionen Euro mehr zu Verfügung. Das haben die kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) jüngst beschlossen.
Erfolg trotz Sparmaßnahmen
Damit steigt das Budget für Arzneimittel auf insgesamt 30 Milliarden Euro, das entspricht einem Zuwachs von 0,2 Prozent. Das Budget für Heilmittel – dazu gehören Therapien wie Krankengymnastik, Logopädie oder Ergotherapie – erhöht sich auf insgesamt vier Milliarden Euro, das sind etwa 1,5 Prozent mehr. Die so genannten Empfehlungen zu Leitsubstanzen und Verordnungsquoten für Ärzte, also die Richtlinien, welche Arzneimittel wie zu verordnen sind, bleiben vorerst unverändert. Aufgrund unterschiedlicher Bevölkerungsstrukturen in den einzelnen Bundesländern müssen die zuständigen kassenärztlichen Vereinigungen die tatsächlichen Richtgrößen für niedergelassene Ärzte verhandeln. Diese bestimmen, wie viel die Ärzte im Durchschnitt pro Patient im Jahr an Arznei- und Heilmitteln verschreiben dürfen. Dieser Wert orientiert sich nicht nur an der Altersstruktur der Versicherten, sondern variiert auch unter den Facharztgruppen deutlich.
Insgesamt wertet die KBV die neuen Rahmenvorgaben als ein erfreuliches Ergebnis für Ärzte und Patienten. Denn trotz der von der Bundesregierung beschlossenen Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich werden die Richtgrößen, statt zu sinken, im nächsten Jahr steigen. Auch wenn diese Steigerung geringfügig ausfallen wird, verbessert sich dadurch dennoch die Arznei- und Heilmittelversorgung der Patienten.



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