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Mehr Krankenstand durch Grippewelle
Fehlzeiten am Arbeitsplatz 2009 leicht gestiegen
Die krankheitsbedingten Fehlzeiten von Arbeitnehmern haben 2009 zugenommen, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mitteilte. Demnach stieg 2009 unter den 9,7 Millionen AOK-Versicherten der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 auf 4,8 Prozent. Schuld daran sind vor allem Krankheiten des Atmungssystems wie die Grippe.
Jeder Vierte hatte Grippe oder Erkältung
Ein Viertel der Beschäftigten wurde laut dem Bericht des WIdO 2009 mindestens einmal wegen einer Atemwegserkrankung krankgeschrieben. Nach den Grippewerten des Robert-Koch-Instituts war die Grippewelle zu Beginn und zum Ende des Jahres 2009 in Deutschland unterwegs. Der monatliche Verlauf des Krankenstands bestätigt diese Entwicklung: Die Höchstwerte der atemwegsbedingten Krankschreibungen lagen im Januar und November 2009. „Der Anstieg des Krankenstandes wäre ohne diese beiden Grippewellen wesentlich moderater ausgefallen“, sagt Helmut Schröder vom WIdO. Dazu trug auch bei, dass nicht nur mehr Menschen erkrankten, sondern die Grippen und Erkältungen auch länger dauerten: Im Schnitt mussten die Arbeitnehmer 6,5 Tage zu Hause bleiben, um 11,7 Prozent länger als im Vorjahr.
Auch psychische Belastung größer
Insgesamt war 2009 mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer mindestens einmal krankgeschrieben- im Durchschnitt 17,3 Tage lang. Die meisten Ausfalltage verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen, gefolgt von den Atemwegserkrankungen, Verletzungen und psychische Erkrankungen. Auch diese trugen im Krisenjahr dazu bei, dass die Arbeitnehmer öfter und länger zu Hause bleiben mussten. Dafür verantwortlich war unter anderem verstärkter Stress durch Angst vor Jobverlust und Zukunftssorgen.



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