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Diagnosefinder
Mit Aspirin® Darmkrebs vorbeugen
Schmerzmittel halbiert Erkrankungsrisiko
Menschen, bei denen Darmkrebs in der Familie liegt, sollten täglich Aspirin® schlucken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Newcastle Universität in England. Den Forschern zufolge halbiert eine regelmäßige Dosis des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure das Erkrankungsrisiko.
600 Milligramm täglich schützen
Die britischen Forscher untersuchten 861 Menschen, die am so genannten Lynch-Syndrom litten. Betroffene erben einen Gendefekt, der das Risiko für Darm- und Gebärmutterkrebs erhöht. Eine Hälfte der Studienteilnehmer nahm über zehn Jahre täglich 600 Milligramm Acetylsalicylsäure ein, den Wirkstoff von Aspirin®. Die andere Hälfte erhielt ein Placebo.
Das Ergebnis: Innerhalb von zehn Jahren erkrankten 30 Prozent der Placebo-Gruppe und nur 15 Prozent der Aspirin®-Gruppe an Darmkrebs. Demnach halbiert der Wirkstoff das Erkrankungsrisiko. Auch das Risiko für Gebärmutterkrebs und Magenkrebs sank.
Wirkung bei Gesunden weiter unklar
Laut Burn leben allein in Großbritannien 30.000 Erwachsene mit Lynch-Syndrom. Durch eine Aspirin®-Therapie könne man innerhalb von 30 Jahren 10.000 Krebserkrankungen vorbeugen, meint der Wissenschaftler.
Offen ist jedoch weiterhin, ob auch Menschen ohne erhöhtes Darmkrebsrisiko von Aspirin® profitieren. Burn gibt zu bedenken, dass Aspirin® auch Nebenwirkungen hat. So erhöht das Medikament etwa das Risiko für Magenblutungen. Deshalb sollte jeder, der über eine vorbeugende Einnahme von Aspirin® nachdenkt, erst mit seinem Hausarzt sprechen.



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