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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Vorsorge aktiv

Mit Sport geistig fit


Sport und Bildung verringern das Demenzrisiko im Alter


Senioren, die mindestens einmal pro Woche Sport treiben, gebildet sind, nicht rauchen und soziale Kontakte pflegen, können ihre geistige Fitness besser bewahren. Darauf weisen Wissenschaftler der University of California in San Francisco hin.

Körperliche und geistige Beweglichkeit

Die Forscher begleiteten etwa 2.500 Personen zwischen 70 und 79 Jahren über acht Jahre hinweg. In diesem Zeitraum testeten sie die geistige Leistungsfähigkeit der Teilnehmer mehrere Male. Am Ende wiesen 35 Prozent ein normales, altersbedingtes Nachlassen ihrer Fähigkeiten auf. Rund 16 Prozent der Teilnehmer hatten größere Defizite. Hingegen war bei 30 Prozent entweder keine Änderung erkennbar oder sie hatten ihre geistige Fitness im Laufe der Jahre sogar verbessert.

„Bislang konzentrierte sich die Mehrzahl der Untersuchungen auf Risikofaktoren, die dazu beitragen, dass Menschen in höherem Alter ihre kognitiven Fähigkeiten verlieren. Es ist jedoch wenig darüber bekannt, was hilft, damit diese Menschen weiterhin geistig beweglich bleiben“, sagt Studienautorin Alexandra Fiocco.

Welche Sportart hilft

Diejenigen älteren Menschen, die sich körperlich fit halten, haben nach den Ergebnissen eine 30-prozentig höhere Wahrscheinlichkeit auch ihre geistigen Fähigkeiten zu erhalten als diejenigen, die nur selten Sport treiben. Auch Senioren, die zu Studienbeginn in der Lage waren, anspruchsvolle Texte zu verstehen, haben im Laufe der Zeit seltener eine Demenz entwickelt. Das gilt auch für Hochschulabsolventen, Nichtraucher und sozial sowie ehrenamtlich aktive Menschen.

Dass Sport dem Denken auf die Sprünge hilft, hat auch eine Studie der Bremer Jacobs Universität im vergangenen Jahr bewiesen. Es kommt allerdings auf die Sportart an: Nordic Walking und ein allgemeines Koordinations- und Gleichgewichtstraining wirken sich positiv auf die Gedächtnisleistung aus.


23.06.2009 | Von: Stefan Holler