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Redaktion apotheken.de » HNO, Atemwege und Lunge

Nasensprays anwenden: So geht‘s


Auf das richtige Sprühen kommt es an


Allergien oder Schnupfen: Es gibt einige Erkrankungen, bei denen Nasensprays helfen. Damit sie auch wirken, müssen sie richtig angewendet werden. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) erklärt, wie das geht.

Hygiene geht vor

Viele Wirkstoffe in Nasensprays gelangen über die Nasenschleimhaut ins Blut. Dadurch wirken sie auch auf den ganzen Körper, das heißt systemisch – vor allem bei hormonähnlichen Arzneimitteln ist das der Fall. „Bei diesen systemisch wirkenden Substanzen ist die richtige Anwendungstechnik besonders wichtig“, erklärt ABDA-Mitglied Wolfgang Kircher. Jeder sollte sich daher vom Apotheker beraten und sich die richtige Anwendung zeigen lassen. Damit durch Nasensprays keine Keime übertragen werden, ist in erster Linie auf Hygiene zu achten. So empfiehlt es sich, immer sein eigenes Nasenspray zu verwenden. Auch sollten alle Teile, die in die Nase eingeführt wurden, mit einem sauberen Taschentuch abgewischt werden. Nur das verringert die Infektionsgefahr beim nächsten Gebrauch.

Sprühen oder Quetschen

Bevor Nasensprays aus der Sprühflasche das erste Mal angewendet werden, müssen die Dosierfläschchen zunächst mehrmals außerhalb der Nase betätigt werden. So füllt sich das Dosiersystem mit der genauen Menge an Wirkstoff, die später in die Nase gelangen soll. Neben Sprühflaschen gibt es auch Nasensprays in Quetschflaschen. Hierbei ist darauf zu achten, das Fläschchen kurz und kräftig zusammenzudrücken. So entsteht ein feiner Wirkstoffnebel, der sich gleichmäßig auf die gesamte Schleimhaut verteilt. Außerdem ist es wichtig, das Fläschchen solange zusammengedrückt zu halten bis es wieder aus der Nase entfernt wird. Andernfalls gelangt Nasensekret in die Flaschen und verunreinigt das Spray. Den besten Erfolg erzielen Nasensprays, wenn Benutzer den Wirkstoffnebel während des Sprühens einatmen. Zusätzlich hilft es nach dem Sprühen, den Kopf ein wenig in den Nacken zu legen.


28.12.2010 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek