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Neue Impf-Empfehlungen
Die Ständige Impfkommission erneuert ihre Empfehlungen
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre aktualisierten Impfempfehlungen veröffentlicht. Die wesentlichsten Neuerungen sind die Empfehlung einer generellen Masernimpfung für junge Erwachsene sowie der Grippeimpfung für alle Schwangeren. Ihre Empfehlungen für Röteln, Meningokokken, Tollwut und Cholera hat die STIKO angepasst und präzisiert.
Lücken im Masernschutz
Eine Masernimpfung wird angesichts der erneuten Ausbreitung zukünftig für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen. Das gilt, wenn sie nicht oder nur einmal geimpft sind oder ihr Impfstatus unklar ist. Besonders wichtig ist diese Empfehlung laut STIKO für Personen, die im Gesundheitsdienst oder in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kinderheimen arbeiten. Grund für die Erweiterung der Empfehlung sind die immer wieder auftretenden Masernausbrüche in Deutschland und Impflücken vor allem in der Gruppe der jüngeren Erwachsenen. Auch bei Jugendlichen gibt es deutliche Lücken im Masernschutz; bei ihnen greife aber die schon seit Jahren bestehende generelle Empfehlung, alle im Kleinkindalter versäumten Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen.
Grippeimpfung für Schwangere
Die Grippeimpfung für die nächste Grippesaison wird nun auch allen Schwangeren empfohlen, weil bei Schwangeren ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe beobachtet wurde. Diese Gruppe ergänzt die bisherige Impfempfehlung für Personen ab 60 Jahre, chronisch Kranke, Medizinpersonal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Der übliche saisonale Grippeimpfstoff, der jedes Jahr vor den drei aktuell am häufigsten auftretenden Grippetypen schützt, wird auch das H1N1-Virus, das die so genannte Schweinegrippe auslöst, enthalten. Deshalb hat die STIKO die spezielle Impfempfehlung zur Schweinegrippe zurückgezogen.




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