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Diagnosefinder
Neue Leukämie-Therapie
Überlebenschance für Leukämie-Patienten verbessert
Erstmals konnte durch einen medikamentösen Therapieansatz die Überlebenszeit von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) deutlich verlängert werden. Das gelang Forschern der Universitätsklinik Köln.
Erweiterte Chemotherpie
Die Ergebnisse der Kölner Studie wurden in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht. In einem begleitenden Kommentar schreibt der englische Wissenschaftler Peter Hillmen: „Nur selten hat eine einzige klinische Phase-III-Studie eine so massive Auswirkung auf die Behandlung einer Erkrankung gehabt.“ Er bezeichnet die Studienergebnisse als Meilenstein für die Behandlung chronisch lymphatischen Leukämie, die bislang mit Chemotherapien behandelt wurde.
Sie ist die zweithäufigste Leukämie und gilt gegenwärtig als nicht heilbar. In der aktuellen Studie wurden insgesamt 817 zuvor nicht therapierte Patienten in 190 Behandlungszentren in 11 Ländern behandelt. Die Hälfte von ihnen bekam eine neuartige, um einen Wirkstoff erweiterte Chemoimmuntherapie, die andere Hälfte die herkömmliche Chemotherapie. Die Wirkstoffe der neuen Therapie sind Fludarabin, Cyclophosphamid und Rituximab (FCR).
Bessere Überlebenschancen
Drei Jahre nach der Chemoimmuntherapie war die Krankheit bei 65 Prozent der Patienten nicht weiter fortgeschritten. Die herkömmliche Chemo konnte das Fortschreiten nur bei 45 Prozent aufhalten. Die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhte die Chemoimmuntherapie nach drei Jahren von 83 Prozent auf 87 Prozeont.
Die Chemoimmuntherapie nutzt einen neuen Mechanismus, der die Leukämiezellen abtötet. Anders als bei Chemotherapien ist dieser Mechanismus unabhängig von dem Tumorsuppressor-Protein p53. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sich eine Therapie-resistente Leukämie entwickelt. Die Forscher vermuten, dass dieser Mechanismus dafür verantwortlich ist, dass die Chemoimmuntherapie die Überlebenschancen von CLL-Patienten verbessert. Gerade Patienten, die bislang aufgrund ihrer Gene eine besonders schlechte Prognose hatten, sprechen besonders gut auf die Behandlung an.



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