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Diagnosefinder
Neurodermitis-Gen identifiziert
Erbgut ist die Hauptursache für Neurodermitis
Genvarianten sind Schuld, dass manche Menschen an Neurodermitis erkranken. Ein internationales Forscherteam entdeckte jetzt mehrere Gene, die zur Entstehung der Krankheit beitragen.
Veränderung auf Chromosom 11
(Berlin) Eine internationale Forschergruppe entdeckte mehrere Gene, die zur Entstehung von Neurodermitis beitragen. Nun steht fest, dass nicht allein eine falsche Ernährung oder Umweltgifte verantwortlich für die quälend juckende Hautentzündung sind. "Etwa zwei Drittel der Krankheitsanfälligkeit wird durch die Gene bestimmt", sagt Studienleiterin Young-Ae Lee vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin.
Im Rahmen der Studie analysierten die Forscher das Erbgut von 3.000 Kindern und Erwachsenen aus Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik. Darunter waren sowohl Personen, die an Neurodermitis litten, als auch Gesunde.
Dass die Veranlagung bei dem Ausbruch von Neurodermitis eine Rolle spielt, glauben Mediziner schon lange. Nun wurden die verantwortlichen Gene genau identifiziert. Besonders häufig wiesen Neurodermitis-Patienten eine Veränderung auf dem Chromosom 11 auf.
Diese Gen-Variante ist sehr verbreitet: In Europa tragen sie 36 % der Bevölkerung.
Stillen zur Vorbeugung
In Deutschland leiden schätzungsweise bis zu 20 % der Kinder und 5 % der Erwachsenen an Neurodermitis, also mehrere Millionen Menschen. Zur erblichen Komponente kommen meist ungünstige Umweltfaktoren wie Allergien, damit die Krankheit ausbricht, erklärt Lee.
Wenn Betroffene ihre Veranlagung kennen, können sie Allergene gezielt meiden.
Ihren Nachwuchs können Mütter mit einem einfachen Mittel schützen: der Muttermilch. Lee empfiehlt, wenigstens vier Monate lang zu stillen. Das senke das Risiko, dass die Krankheit beim Säugling ausbricht.



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