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Nicht zu tief ins Glas schauen


Mit dem Alkohol steigt das Krebsrisiko


Auf Weihnachtsmärkten locken derzeit Glühwein, Grog und Punsch. Doch zu viel sollte man davon nicht trinken. Denn mit jedem Glas Alkohol steigt das Risiko an Krebs zu erkranken. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin.

Wenig oder gar kein Alkohol

Kleine Mengen Alkohol gelten als vertretbar: Bei gesunden Männern sollten es maximal 20 Gramm pro Tag sein, bei Frauen höchstens 10 Gramm. Zehn Gramm Alkohol entsprechen etwa 0,25 Liter Bier, 0,1 Liter Wein oder drei Zentiliter Whiskey. Die DGE warnt aber davor täglich Alkohol zu trinken. Das Genussgift sei schätzungsweise für zehn Prozent der Krebsfälle bei Männern und für drei Prozent bei Frauen verantwortlich.

Schon bei nur 10 Gramm Alkohol täglich, also etwa einem Glas Bier, steigt der DGE zufolge das Risiko für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs. Ebenfalls erhöht sei dann die Gefahr, an Kehlkopf-, Dickdarm-, Brust- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Am besten wäre es deshalb, gar keinen Alkohol zu trinken.

Gefährliche Abbauprodukte

Auf welche Weise Alkohol die Krebsentstehung begünstigt, ist noch nicht ganz klar. Wissenschaftler vermuten, dass bestimmte Abbauprodukte des Alkohols krebserregend sind – beispielsweise das so genannte Acetaldehyd. Dieses kann die Erbsubstanz der Zellen verändern und so die Zellteilung durcheinander bringen. Die Folge: wuchernde Krebszellen.

Mit dem warmen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt sollte man es deshalb nicht übertreiben. Und noch etwas spricht gegen einen übermäßigen Konsum: Alkohol ist eine Kalorienbombe. Ein Liter Bier entspricht beispielsweise dem Energiegehalt einer Tafel Schokolade. Wer ohne Hüftspeck durch den Advent kommen will, sollte also möglichst die Finger davon lassen.


06.12.2011 | Von: Andrea Bronberger