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Obst macht schlau
Zusammenhang zwischen Kindergesundheit und Bildung
Eine gesunde Lebensweise und gute Bildung sind offenbar voneinander abhängig: Gebildete Kinder leben gesünder und gesunde Kinder können besser lernen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Robert-Koch-Institutes (RKI).
Mehr Zigaretten, weniger Obst
Im Auftrag des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat das RKI eine repräsentative Umfrage unter Schülern und ihren Familien durchgeführt. Dabei ergab sich, dass mehr als die Hälfte aller Hauptschüler raucht – aber nur ein gutes Viertel der Gymnasiasten. Auch die Kinder von Nichtrauchern greifen auf der Hauptschule häufiger zur Zigarette als Jugendliche auf einer anderen Schule.
Außerdem spielen auch der Bildungsstand der Eltern und ihr Gesundheitsbewusstsein eine Rolle. Gesellschaftlich benachteiligte Familien, mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro, sind häufiger übergewichtig und rauchen mehr. Zudem gehen sie mit ihren Kindern seltener zu den gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen.
Lernschwäche durch falsche Ernährung
Diese Probleme können der Einstieg in einen Teufelskreis sein: Kränkelnde und nicht ausgewogen ernährte Kinder werden oft später eingeschult und sind mit dem Leistungsdruck in der Schule überfordert. Denn lernen kostet Energie. Es kommt nicht nur auf die Menge an, sondern auch auf die Verteilung der Mahlzeiten über den Tag und ihre Qualität. Wenn die Energiereserven nicht aufgefüllt werden, leiden viele Schüler unter Konzentrationsschwäche, Unruhe oder Geistesabwesenheit. Ein ungesundes oder zu kleines Frühstück kann sogar zu Lernschwierigkeiten führen.
In der Folge besuchen ungesund lebende Kinder später auch seltener ein Gymnasium als ihre gesünderen Mitschüler. Kindertagesstätten und Schulen sind deshalb in der Pflicht die Lebensweise der Kinder positiv zu beeinflussen. Das geplante Schulobstprogramm, bei dem Schüler jeden Tag gratis Obst erhalten sollen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung belegte erst kürzlich, dass deutsche Schulkinder zu wenig Obst und Gemüse essen. Nur sechs Prozent der sechs - bis zwölfjährigen Kinder verzehren demnach die empfohlenen drei Portionen Gemüse pro Tag. Nicht viel besser sieht es beim Obst aus: Gerade einmal 19 Prozent der Kinder essen zwei Stücke Obst täglich.



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