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Geprüft: Kinderspielzeug
Öko-Test urteilt: Viel Schrott, aber auch empfehlenswerte Produkte
Alle Jahre wieder fragen sich Eltern, was sie den Kleinen unter den Weihnachtsbaum legen sollen. In dem überwältigenden Angebot das Richtige herauszufinden, ist gar nicht so einfach.
Die Ergebnisse des Spielzeugtests im vergangenen Jahr waren alles andere als erfreulich. Das Verbrauchermagazin Öko-Test wollte wissen, ob sich das Angebot in diesem Jahr gebessert hat. Für die Dezember-Ausgabe wurden deshalb 72 Produkte von sechs Laboren auf mehr als 150 Substanzen untersucht: unter anderem Eisenbahnen, Klangspielzeuge, Puppenbuggys, Handpuppen, Kunststoff-Figuren, Fußballtrikots, Bettwäsche mit Aufdruck von Prinzessin Lillifee, Sponge Bob, Barbie sowie Schaukeltiere.
Besonders belastet: Kunststoff-Figuren und Sport-Trikots
Die Ergebnisse sind nach wie vor bei vielen Produkten erschreckend. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur von Öko-Test, sagt: „Die Kunststoff- Figuren zum Beispiel sind wahre Schadstoff-Cocktails. In dreien fanden wir sogar Phthalate, die in Babyartikeln und Kinderspielzeug verboten sind.“ Das gilt auch für viele Fußballtrikots, bei denen vor allem die Kunststoffaufdrucke erheblich belastet sind. In drei Handpuppen entdeckten die Labors den krebsverdächtigen Farbstoffbaustein Anilin, während es aus dem Klangspielzeug für Kleinkinder so laut klingelt, piept und scheppert, dass es für die Babyohren viel zu laut ist.
Das richtige herauszufinden, ist schwierig
Doch es gibt auch Lichtblicke: „Bei den meisten Spielzeuggruppen sind Anbieter dabei, die empfehlenswerte Produkte ohne umstrittene Inhaltsstoffe herstellen“, sagt Jürgen Stellpflug. Für Eltern wird es aber schwierig, unbelastetes Spielzeug zu finden. Wirkliche Hilfestellungen beim Kauf gibt es nicht. „Oftmals wird der Rat gegeben, Stinkendes nicht zu kaufen. Das ist zwar richtig, weil zum Beispiel krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die oft in Kunststoff- Produkten zu finden sind, tatsächlich stark nach ‚Chemie‛ riechen. Aber viele andere Schadstoffe sind geruchlos. Es bleibt Eltern nur, sich an seriösen Tests zu orientieren.“



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