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Ohren beim Schwimmen schützen


Rezeptur-Arzneimittel schützt Urlauber und Wassersportler


Schwimmen und andere Wassersportarten sind zwar gesund und halten fit, doch für die Ohren ist der lange Aufenthalt im Wasser eine Belastung. Die Haut weicht auf, kleine Risse entstehen und es drohen Infektionen. Verhindern kann das eine in der Apotheke hergestellte Arzneimittel-Rezeptur.

Qualiätsgesicherte Rezeptur

Durch den Kontakt mit Wasser quillt die Haut des Gehörgangs und weicht auf. Zudem entstehen besonders durch Meerwasser kleine Risse, durch die Infektionserreger in den äußeren Gehörgang eindringen können. Saure Ohrentropfen wirken dem entgegen indem sie entquellen und austrocknen. Im Anschluss an den Wasserkontakt angewendet, verhindern sie, dass sich Infektionen bilden.

Das Neue Rezeptur Formularium (NRF), das die Qualität von in der Apotheke gemischten Arzneimitteln sicher stellt, hat nun eine Qualitätsvorschrift für die Herstellung von Essigsäure-Ohrentropfen entwickelt. Die verdünnte Essigsäure dieser Rezeptur wirkt auf die Haut des Gehörgangs entquellend und gegen Bakterien, das enthaltene Propylenglykol reduziert ebenfalls die feuchtigkeitsbedingte Schwellung. „Wer aus dem Wasser kommt, sollte seine Ohren zunächst mit Trinkwasser spülen und anschließend die vorbeugenden Ohrentropfen benutzen“, sagt Dr. Andreas Kiefer von der NRF-Kommission.

Fälschungen im Internet gefährlich

Neben der von Apothekern hergestellten Rezeptur kursieren im Internet Empfehlungen für Ohrentropfen mit Wasserstoffperoxid oder Borsäure, die man natürlich auch online bestellen kann. Davor warnt Kiefer: „Die im Internet empfohlenen ungeprüften Mischungen sind zum Teil schmerzhaft oder sogar verboten. Sie können mehr schaden als nutzen.“

Ohrentropfen sollten immer vor der Anwendung in den Händen angewärmt werden. Grundsätzlich dürfen Ohrentropfen nur bei intaktem Trommelfell angewendet werden. Der Patient sollte bei der Anwendung auf der Seite liegen oder den Kopf zur Seite neigen und sich von einer anderen Person die Ohrentropfen einträufeln lassen. Zwei bis vier Tropfen pro Ohr reichen aus. Dabei ist darauf zu achten, dass Fläschchen oder Pipette nicht das Ohr berühren, damit sie steril bleiben. Anschließend wird der Gehörgang locker mit Watte verschlossen.


15.09.2010 | Von: Stefanie Grutsch