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Diagnosefinder
Knochenschwund durch Depot-Verhütung
Risikofaktoren: Dreimonatsspritze, Rauchen und Kalziummangel
Eine Beobachtungsstudie der Universität von Texas in Galveston hat jetzt gezeigt, dass sich das Risiko für einen Knochendichteverlust drastisch erhöht, wenn die Anwenderinnen von Dreimonatsspritzen rauchen und wenig Kalzium zu sich nehmen. Bei fast jeder zweiten Anwenderin eines Langzeitverhütungsmittels kam es innerhalb von zwei Jahren zu einem Rückgang der Knochenmineraldichte um 5 Prozent.
Die Dreimonatsspritze ist ein hormonelles Langzeitverhütungsmittel. Sie wird alle drei Monate als Depot in den Gesäß- oder Schultermuskel der Frau injiziert. Der Depot-Wirkstoff Medroxyprogesteronacetat (DMPA) verhindert den Eisprung. Er senkt den Östrogenspiegel und begünstigt damit einen Rückgang der Knochendichte. So viel war bereits bekannt. Frauen mit erhöhtem Osteoporoserisiko, etwa bei einer Häufung von Osteoporose in der Familie, wird deshalb grundsätzlich zu anderen Verhütungsmethoden geraten.
Risiko für Raucherinnen vierfach erhöht
Aber auch Raucherinnen hatten in der Studie aus dem Fachblatt "Obstetrics and Gynecology"ein fast vierfach erhöhtes Risiko. Durch die tägliche Einnahme von 100 Milligramm Kalzium ließ sich das Risiko dagegen um 19 Prozent senken. Außerdem wirkte es sich positiv aus, wenn die Frauen bereits Kinder bekommen hatten: eine frühere Schwangerschaft verminderte die Osteoporose-Gefahr um 51 Prozent.
Ein Rückgang der Knochendichte um mehr als 5 Prozent bei 45 von 95 Anwenderinnen mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren ist für den Leiter der Studie, Abbey Berenson, ein Anlass zur Sorge. Frauen, die mit Dreimonatsspritze verhüten, sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D achten und nicht rauchen.



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