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Osteoporose-Mittel birgt Krebsrisiko
Langzeiteinnahme von Bisphosphonaten erhöht Risiko für Speiseröhrenkrebs
Osteoporosepatienten, die länger als fünf Jahre Bisphosphonate einnehmen, verdoppeln ihr Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Das berichten Forscher der Universität in Oxford in einer aktuellen Studie.
Zehn Rezepte in fünf Jahren
Bisphosphonate werden häufig bei Osteoporose verschrieben, da sie die Knochendichte verbessern und das Knochenbruchrisiko senken. Die britischen Forscher untersuchten erstmals, welche Langzeitfolgen die Medikamente haben. Dafür analysierten sie Daten von 2.954 Männern und Frauen über 40 Jahren, die zwischen 1995 und 2005 an Speiseröhrenkrebs erkrankt waren. Die Daten eines erkrankten Patienten wurden jeweils mit Daten von fünf gesunden Patienten gleichen Alters und Geschlechts verglichen. Das Ergebnis: Patienten, die fünf Jahre lang mindestens zehnmal Bisphosphonate verschrieben bekamen, erkrankten doppelt so häufig an Speiseröhrenkrebs wie Patienten, die keine Bisphosphonate einnahmen.
Risiko absolut gesehen gering
An Speiseröhrenkrebs erkrankt in der Gesamtbevölkerung derzeit etwa Einer von 1.000 Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren. Unter der Einnahme von Bisphosphonaten erkranken insgesamt zwei Menschen von 1.000. Das absolute Risiko für Speiseröhrenkrebs durch Bisphosphonate ist damit immer noch gering. Dennoch ist es nach Meinung der Forscher wichtig, Patienten, die diese Medikamente erhalten, auf mögliche Langzeitfolgen hinzuweisen. Insbesondere sollten Ärzte und betroffene Patienten auf erste Anzeichen für Speiseröhrenkrebs achten: das heißt auf Symptome wie Schluckbeschwerden oder Schmerzen im Hals, in der Brust und bei der Verdauung.



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