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Redaktion apotheken.de » Erkrankungen im Alter

Osteoporose trifft nicht nur Ältere


Auch junge Raucher sind von Knochenschwund gefährdet


Unter Osteoporose, zu Deutsch Knochenschwund, leiden bekanntlich vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren. Aber auch bei immer mehr Männern wird festgestellt, dass ihre Knochen zu Brüchigkeit neigen. So sind längst nicht nur ältere Menschen, sondern auch Jüngere von Osteoporose betroffen - wenn sie zum Beispiel viel rauchen oder untergewichtig sind. Darauf weist das Kuratorium Knochengesundheit hin.

Auch bestimmte Medikamente wie Kortisonpräparate oder Epilepsiemedikamente sowie eine familiäre Vorbelastung können das Risiko für Osteoporose erhöhen. Ebenso leisten bestimmte Krankheiten, etwa entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Typ-1-Diabetes oder chronisches Nierenversagen der Osteoporose Vorschub. Darauf weist Jutta Semler vom Kuratorium Knochengesundheit in einem Interview mit der Ärzte-Zeitung hin.

Knochengesundheit fördern

Ermitteln lässt sich eine erhöhte Knochenbruchgefahr unter anderem mit einer Knochendichtemessung. Wer bereits eine niedrige Knochendichte hat, sollte seine Knochengesundheit möglichst unterstützen, rät Semler. Das bedeutet, auf Tabakprodukte zu verzichten und Alkohol nur in Maßen zu genießen. Außerdem sollte man sich regelmäßig im Freien bewegen, um Muskelkraft und Koordination zu fördern und die Vitamin-D-Produktion in der Haut anzuregen. Untergewicht gilt es unbedingt zu vermeiden, da ein chronischer Mangel an Kalzium- und Vitamin-D den Knochenaufbau blockiert, so dass der Abbau der Knochen überwiegt. 

„Eine Zufuhr von Kalzium und Vitamin D hilft hier allerdings nicht weiter, wohl aber Medikamente, die den Kalziumverlust stoppen können“, sagt Semler. Auf diesem Weg lasse sich die Kalziumausscheidung im Urin wieder normalisieren. Je nach Stärke der gesundheitlichen Beschwerden empfiehlt die Expertin, die Knochendichte nach ein bis drei Jahren erneut zu messen. Auch Selbsthilfegruppen rufen Menschen aus Risikogruppen dazu auf, sich frühzeitig untersuchen zulassen. 


11.11.2009 | Von: Dorothee Steeb