Gesund leben | Vorsorge
Eltern und Kind
Gesundheit und Politik
Krankheiten | Therapie
Premium Gesundheitsinfos
Archiv
« |
Mai - 2012 | » |
||||
| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | ||
| 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ||
Diagnosefinder
Bakterien: Gefahr steckt im Genom
Warum manche Bakterien krank machen und andere nicht
Mikrobiologen der TU Kaiserslautern haben nun herausgefunden, was die gefährlichen Pneumokokken von harmlosen Bakterien unterscheidet.
Pneumokokken gehören zu der Bakteriengruppe der Streptokokken. Es gibt mehrere Arten von Streptokokken. Einige sind für den Menschen harmlos, andere aber, wie Pneumokokken, lösen gefährliche Krankheiten aus, etwa Lungen- oder Hirnhautentzündung.
Kleiner Unterschied – große Wirkung
Die Wissenschaftler um Regine Hakenbeck haben dafür zunächst das Genom des harmlosen Erregers Streptokokkus mitis entschlüsselt, einem der nächsten Verwandten von Pneumokokken. Das Genom haben sie dann mit dem von Pneumokokken verglichen.
Es zeigte sich, dass sich die beiden Erreger genetisch sehr ähnlich sind und sich nur in wenigen Genmerkmalen unterscheiden. Diese wenigen Gene aber haben es in sich, denn sie führen zur Bildung bestimmter Eiweiße, die auf der Oberfläche von Pneumokokken vorkommen. Diese Eiweiße machen die Bakterien zu Krankheitserregern. Sie haben spezielle Zuckerstrukturen, die es Pneumokokken ermöglichen, sich in menschlichen Zellen zu vermehren und zu überleben. Die Zucker umhüllen die Bakterien mit einer Kapsel und schützen sie so vor Angriffen des Immunsystems.
Auch Krankheitserreger einst harmlos
Krankheitserreger waren nicht immer gefährlich. Wissenschaftler sind sich einig, dass Bakterien erst im Laufe ihrer Entwicklung die krankmachenden Gene erworben haben. Das brachte ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren harmlosen Verwandten. So vermehren sie sich viel stärker, indem sie menschliche Zellen infizieren und überleben auch besser, da sie vom Immunsystem nicht erkannt werden.
- Links:
- Die Studienergebnisse der Forschergruppe um Prof. Hakenbeck sind als PDF verfügbar (Englisch).



zurück