Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Forschung verstehen
Weitere interessante Artikel

Pollenzentrale eröffnet


Den Pollen auf der Spur


Jeder Allergiker kennt das: Plötzlich fängt ein bestimmter Strauch in Massen an zu blühen und unvorbereitet steht man mit roten Augen und rinnender Nase auf der Straße. Eine neuartige Pollenvorhersage soll das in Zukunft verhindern.

Bislang ist es schwierig, vorherzusagen, welche Pollen wann genau durch die Luft fliegen werden. Die Prognosen beruhen auf dem Wetter und der Menge von Pollen, die momentan  unterwegs sind. Nicht nur, dass diese Methode sehr aufwendig ist, sie ist auch unzuverlässig und so können Allergiker oft nicht gezielt und rechtzeitig ihre Medikamente nehmen.
Das soll sich ändern durch neue Messgeräte, die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) entwickelt haben. 15 dieser Geräte werden über Deutschland verteilt aufgestellt. Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat die Pollenflugzentrale in Freiburg heute eingeweiht. Dort werden die Daten der neuen Geräte ausgewertet.

Neue Messgeräte arbeiten präziser

Die Geräte sind etwa mannshoch, grau und haben ein höchst kompliziertes Innenleben. Sie saugen Luft aus der Umgebung an und reinigen sie von Verschmutzungen und Fremdkörpern. Dann strömt die Luft über eine mit Gel überzogene Glasscheibe, auf der die Pollen kleben bleiben. Jetzt kommt die technische Neuerung ins Spiel: Während bisher Labormitarbeiter in stundenlanger Arbeit die gesammelten Pollen unter dem Mikroskop zählen und identifizieren mussten, arbeiten die neuen Stationen automatisch. Ein Mikroskop fotografiert jede Polle aus 70 verschiedenen Blickwinkeln. Das ist notwendig, um ein dreidimensionales Bild zu erhalten. Nur so lässt sich die Pollenart bestimmen, da alle Pollen kugelförmig sind und sich sehr ähnlich sehen.
Die Stationen werten ihre Bilder selbstständig aus und bestimmen mit Hilfe einer Datenbank die Pollenart. Innerhalb von ein bis zwei Stunden liegen die Ergebnisse vor und werden elektronisch an den Wetterdienst geschickt. Damit kann die Pollenvorhersage in Zukunft schneller und genauer werden. Für Allergiker wäre das eine große Entlastung und würde eine bessere Prävention ermöglichen.


27.05.2009 | Von: Stefanie Grutsch