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Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Vorsorge für Kinder

Psychologen warnen


Eltern unterschätzen Belastung ihrer Kinder


In der westlichen Gesellschaft besteht das Leben von Kindern schon früh nicht mehr nur aus Spiel und Freude. Auch Kinder müssen Leistung bringen, spätestens in der Schule beginnt der Druck. Dass diese Belastung von den Eltern oft unterschätzt wird, zeigt jetzt eine Umfrage des amerikanischen Psychologenverbandes (APA).

Belastungszunahme bleibt unbemerkt


Online befragten die Psychologen 3.000 Eltern und Kinder ab 8 Jahre. Dabei zeigte sich, dass die Eltern Belastung und Stress ihrer Kinder niedriger einschätzen, als sie tatsächlich sind. Der Psychologenverband warnt, dass Gesundheitsprobleme drohen, wenn die Kinder nicht frühzeitig lernen, abzuschalten und sich zu entspannen.

Dritt- bis Viertklässler und Teenager geben in der nationalen Umfrage viel häufiger als ihre Eltern an, dass ihre Belastung im letzten Jahr zugenommen hat. 45 Prozent der Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren berichten zudem, dass sie sich dieses Jahr mehr Sorgen gemacht haben als letztes Jahr. Dagegen glauben nur 28 Prozent ihrer Eltern, dass die Sorgen ihres Teenagers zugenommen haben.

Eltern kennen Gründe für die Sorgen nicht


Auch ein Viertel der 8- bis 12-Jährigen fühlt sich gestresster als letztes Jahr. Bei ihren Eltern sind aber nur 17 Prozent der Ansicht, dass ihre Kinder mehr unter Druck stehen. Ähnlich verhält es sich bei den Aussagen der Eltern zu extremen Stresssituationen. 2 bis 5 Prozent denken, die Belastung ihres Kindes sei extrem. Die Kinder und Jugendlichen empfanden das mehr als drei- bis sechsmal so häufig.

Auch die Ursachen für den Stress der Kinder schätzen die Eltern falsch ein. Finanzielle Schwierigkeiten der Familie und ihre Schulleistungen beschäftigen die Kinder deutlich mehr, als ihre Eltern annehmen. Die Sorgen schlagen sich nach den Selbstaussagen der Kinder häufig – von den Eltern unbemerkt – in körperlichen Symptomen nieder. Die Kleinen klagen über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Dem sei laut dem amerikanischen Psychologenverband mit Entspannungstechniken entgegenzuwirken, um langfristige Gesundheitsbeeinträchtigungen zu vermeiden.


30.11.2009 | Von: Stefanie Grutsch