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Diagnosefinder
Rauchen stört die Gene
Tabak beeinträchtigt die Funktion mehrerer Gene
Dass Rauchen in jeder Beziehung ungesund ist, ist seit langem bekannt. Dass es sogar den Genen schadet, ist neu. Vor allem Gene, die für das Immunsystem eine Rolle spielen, vertragen den Qualm offenbar nicht. Das fanden Forscher der US-amerikanischen Southwest Foundation für Biochemische Forschung (SFBR) in der bislang größten Studie zu diesem Thema heraus.
„Ernüchterndes“ Ausmaß
Die Wissenschaftler der SFBR haben die Gene von insgesamt 1.240 Rauchern und Nichtrauchern verglichen und dabei festgestellt, dass die Aktivität von 323 ihrer Gene gestört ist. Das heißt, die Information, die in ihnen gespeichert ist, kann nicht mehr oder nur fehlerhaft bei der Entstehung von Zellen umgewandelt werden. Es zeigte sich, dass nicht nur einzelne Gene Schaden nehmen, sondern ganze Gengruppen und –netzwerke. Bei all diesen Genen handelt es sich um solche, die Einfluss auf das Immunsystem haben.
Neben den Folgen für das Immunsystem bestätigen die Forscher auch anhand der Genanalyse, dass das Rauchen zahlreiche Krebsarten begünstigt. „Wir nehmen an, dass die von uns beobachtete Auswirkung des Rauchens auf die Gene bedeutet, dass Rauchen noch viel ungesünder ist, als wir bisher vermuteten. Vor allem was das erhöhte Krebsrisiko betrifft, im ganzen Körper, nicht nur in der Lunge, ist der Genschaden durch den Tabakkonsum bedenklich“, sagt Studienleiter Jac Charlesworth. Niemals zuvor sei ein so direkter Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Veränderungen des Erbguts festgestellt worden, sagt Charlesworth weiter, das Ausmaß der negativen Wirkung sei „ernüchternd“.



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