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Raus in die Kälte
Wintersport ist gesund
Jammern und drinnen am Ofen sitzen bleiben gilt nicht. Wer im Winter draußen sportlich aktiv ist, tut etwas für Herz und Kreislauf. Denn die kalte Luft stärkt die Venen.
Doppelte Hilfe für die Venen
Wintersport ist doppelt gesund. Zum einen bewirkt die Kälte, dass sich die Venen zusammen ziehen und kurbelt so den Kreislauf an. Zum anderen aktivieren Spaziergänge durch verschneite Landschaften oder Ski-Langlauf die Muskelpumpe und unterstützen so zusätzlich die Venen. „Bei jedem Schritt arbeiten die Muskeln und regen die Venentätigkeit an. So kommt der Bluttransport aus den Beinen entgegen der Schwerkraft zum Herzen in Schwung“, erklärt Malte Ludwig vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
Kälte lindert Symptome
Der BDI weist darauf hin, dass Veränderungen der Venen zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland zählen. Zwischen 50 und 80 Prozent der Bevölkerung haben damit zu kämpfen. Vor allem im Sommer führt das zu geschwollene Füßen, Besenreisern und Krampfadern. Denn hohe Temperaturen bewirken, dass sich die Venen weiten, wodurch die Beschwerden zunehmen. Die Kälte im Winter lindert dagegen meist die Symptome, wenn nicht Heizungsluft und zu warmes Schuhwerk das verhindern. Darüber hinaus können medizinische Kompressionsstrümpfe die Beine entlasten, indem sie durch Druck die Tätigkeit der Venen unterstützen.
Krampfadern sind im Anfangsstadium vorrangig ein kosmetisches Problem, wenn sie sich unschön am Bein abzeichnen. Im nächsten Stadium leiden die Betroffenen unter ersten Beschwerden, wie Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen. In der Folge können sich die Venen entzünden. „Spätestens dann sind sie keinesfalls mehr nur ein Schönheitsfehler, sondern bedürfen der ärztlichen Untersuchung und gegebenenfalls der Behandlung“, sagt Professor Ludwig. Denn die Krampfadern bilden sich nicht von selbst zurück.



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