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Reis: Arsen und Mineralölhäubchen
Getesteter Reis großteils belastet
Zum Geschnetzelten oder zur Asiapfanne, eine der beliebtesten Beilagen auf deutschen Tellern ist Reis. Er gilt als gesund, doch mit dem Reis isst man auch krebserregendes Arsen mit. Das zeigt ein Test des Frankfurter Verbrauchermagazins Öko-Test.
Arsen aus dem Boden
Reis gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, naturbelassen, für Risotto, Langkorn, und vieles mehr. Wenn er mit heißem Wasser vorbehandelt ist, um Vitamine und Mineralstoffe zu schützen, heißt er Parboiled Reis. Genau diesen hat Öko-Test sich genauer angeschaut und 20 Marken ins Labor geschickt, um sie auf verschiedene Schadstoffe untersuchen zu lassen. In sämtlichen Marken fand sich anorganisches Arsen – eine besonders giftige Form des Halbmetalls. Arsen gelangt auf natürlichem Weg in den Reis, weil die Reispflanze es aus dem Boden aufnimmt und anreichert. Kommt arsenverseuchtes Grundwasser hinzu, wie in manchen Gegenden Asiens, potenziert sich der Gehalt.
Mineralöl aus der Packung
Doch der teilweise hohe Arsengehalt ist nicht das einzige Problem, das die Tester entdeckt haben: In Produkten, die im Karton abgepackt sind, konnten die Labore auch eine Verunreinigung mit Mineralöl nachweisen. Ursache dafür sind die Druckfarben in der Pappe, die flüchtig sind und auf die Lebensmittel übergehen können. „Aus Tierstudien ist bekannt, dass Mineralöl zu Ablagerungen und Schäden in der Leber, den Herzklappen und den Lymphknoten führen kann. Wie gefährlich das Öl für den Menschen ist, können Wissenschaftler noch nicht abschließend sagen“, heißt es in einer Mitteilung der Öko-Test-Experten.
Verunreinigung vermeiden
Sie empfehlen Menschen, die gerne Reis essen, das Getreide vor der Zubereitung kalt abzuspülen, in viel Wasser zu kochen und dieses abzugießen. Auch wenn dabei Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen, reduziere das den Arsengehalt etwas. Mineralölrückstände ließen sich dagegen nur dann sicher vermeiden, wenn man Reis im Plastikbeutel kauft.



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