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Diagnosefinder
Warum Fischöl gegen Rheuma hilft
Resolvin hemmt Entzündung
Die richtige Ernährung kann bei Rheuma und Gicht Beschwerden lindern. Das ist schon länger bekannt und gut belegt. Auch die Empfehlung an Patienten, mehrmals pro Woche Fisch, vor allem Hering, Makrele und Lachs, zu essen, ist nicht neu. Denn Fischöl kann Entzündungen lindern.
Fettsäure aus Fisch verwandelt sich in Wirkstoff
Britische und amerikanische Wissenschaftler haben jetzt die Mechanismen entschlüsselt, die für diese Wirkung verantwortlich sind. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein Molekül, das Resolvin D2. Dieses entsteht im Körper aus einer Omega-3-Fettsäure, die im Fischöl vorkommt. Schon sehr kleine Mengen Resolvin D2 verringern Entzündungsprozesse äußerst wirksam. An der Studie waren Wissenschaftler der Queen Mary University of London und der Harvard Medical School in Boston beteiligt. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachblatt "Nature" veröffentlicht.
Hoffnung auf neue Therapien
Ein wichtiger Schritt bei den entzündlichen Prozessen ist die Ablagerung von weißen Blutkörperchen an der Innenwand der Blutgefäße. Die Forscher um Professor Mauro Peretti konnten zeigen, dass die Zugabe von Resolvin D2 die Zellen der Blutgefäße veranlasst, Stickstoffmonoxid zu produzieren. Dieser Signalstoff verhindert, dass sich die weißen Blutkörperchen anlagern und unterbindet damit den Entzündungsprozess.
Aufgrund dieser Fähigkeit könnte sich Resolvin D2 auch zur gezielten Behandlung oder sogar Vorbeugung von Rheuma eignen. Auf dieser Basis – so hoffen die Wissenschaftler - entstehen möglicherweise auch neue Therapien gegen weitere Erkrankungen, bei denen Entzündungen eine Rolle spielen, beispielsweise Schlaganfall. Ein weiterer Vorteil: im Unterschied zu anderen entzündungshemmenden Wirkstoffen scheint Resolvin D2 das Immunsystem nicht zu unterdrücken.



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