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Redaktion apotheken.de » Rheumatologische Erkrankungen
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Rheuma früh erkennen


Neue Technik ist Rheumaherden auf der Spur


Bei der Rheumatherapie ist es entscheident, dass sie so früh wie möglich beginnt: Spätestens vier Monate nach der Erkrankung sollte behandelt werden. Doch oft wird Krankheit nicht früh genug entdeckt. Ein neues Diagnoseverfahren, das die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) entwickelt hat, ist nicht nur billiger als die bisherigen Methoden, sondern erkennt die Gelenksentzündungen auch frühzeitig.

Neues Bildgebungsverfahren günstiger als Kernspin


Es kann jeden treffen: Plötzlich richtet sich das eigene Immunsystem gegen die Gelenke und sie entzünden sich. Der Grund dafür ist unbekannt und auch mit dem Alter hat das Rheuma nichts zu tun. 1 Prozent der Bevölkerung erkranken daran, am häufigsten Frauen zwischen 35 und 45 Jahren. Meist beginnt die Rheumatoide Arthritis, wie die Krankheit medizinisch korrekt heißt, mit ersten Entzündungen an den Fingergelenken. Werden sie rechtzeitig entdeckt und eine Therapie begonnen, stehen die Chancen gut, dass es nicht zu den gefürchteten schmerzhaften Gelenkschäden kommt.

Das neue Diagnoseverfahren des PTB ist ein optisches Bildgebungsverfahren, das mit einem fluoreszierenden Farbstoff arbeitet und absolut unschädlich ist. Zuerst leuchten die Fingerspitzen, dann wandert das Kontrastmittel in Richtung des Handgelenkes weiter. Sammelt sich der Farbstoff an bestimmten Gelenken, dann ist das für den Arzt ein Hinweis auf einen entzündeten Rheumaherd. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und verursacht weder Schmerzen noch Nebenwirkungen. Außerdem können mit dem Verfahren Rheumaherde früher als mit einem Röntgengerät und preiswerter als mit einem Kernspintomografen entdeckt werden.

Bessere Lebensqualität durch frühere Therapie


Weil die aktuelle Studie vielversprechende Ergebnisse liefert, soll bald eine weitere folgen, an der mehrere Kliniken beteiligt sein werden. Inzwischen sind die ersten Geräte bereits an rheumatologische Kliniken geliefert worden.

Den Rheumapatienten könnte die bessere Diagnostik zu einer früheren Therapie und damit einer besseren Lebensqualität verhelfen. Auch sind Einsparungen im Gesundheitssystem möglich, denn die Kernspin-Diagnostik und die Behandlung von Rheuma kosten viel Geld.


01.09.2009 | Von: Stefanie Grutsch