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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Verhütung und Sexualleben

Risiko bei moderner Pille


Neue Fakten zum Thromboserisiko bei Pillen der vierten Generation


Die Antibabypille ist eine sichere Verhütungsmethode aber nicht nebenwirkungsfrei. Vor allem die Pillen der jüngsten Generation sind letztens in der Kritik, da es mehrere Meldungen über Todesfälle in Folge einer Thrombose gab. Vergleichende Untersuchungen zeigen jetzt, dass das Risiko hier nicht größer ist als bei älteren Verhütungspillen.

Zielgruppe: junge Mädchen und Frauen


Die Pillen der vierten Generation wie Yasmin®, Yasminelle® oder Aida® zielen besonders auf junge Frauen und Mädchen ab und kommen deshalb in trendigen Verpackungen daher. Sie versprechen eine schöne Haut, und dass sie nicht dick machen wie ältere Präparate. Alle enthalten das neue Gestagen Drospirenon, das für diese positiven Eigenschaften verantwortlich sein soll. Mehrere Thrombosefälle mit tödlicher Folge führten in letzter Zeit jedoch zur Diskussion über die Sicherheit der neuen Pillen.

Der Verdacht, dass gerade diese Präparate ein besonders hohes Thromboserisiko verursachen, hat sich jetzt doch nicht bestätigt. Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic berichtet, dass die Pillen der vierten Generation nicht gefährlicher sind als andere auf dem Markt erhältliche Präparate. Zu diesem Ergebnis kam die Behörde nach der Analyse von zwei neuen internationalen Studien. Swissmedic bestätigt damit die frühere Einschätzung des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM/Bonn).

Risiko im ersten Jahr am größten


Nach Angaben von Swissmedic ist das Risiko für eine Lungenembolie auf Grund einer Venenthrombose, im ersten Jahr der Pilleneinnahme am höchsten. Das ist allerdings bei allen Antibabypillen so. Außerdem kommt die Behörde zu dem Schluss, dass die Antibabypillen mit Drospirenon zwar ein geringeres Risiko bergen als ihre Vorgänger der dritten Generation, jedoch ein höheres als die der zweiten Generation.

Pille nur nach gründlicher Absprache mit Arzt


Allgemein gilt die Empfehlung, die Antibabypille nur nach einem sorgfältigen Gespräch mit dem Arzt verschreiben zu lassen. Frauen mit erhöhten Risikofaktoren sollten generell auf eine hormonelle Verhütungsmethode verzichten. Zu den Risikofaktoren gehören thrombo-embolische Vorerkrankungen, eine familiäre Thrombose-Neigung und starkes Übergewicht. Auch für Raucherinnen und Patientinnen mit chronischer Lebererkrankung oder diabetisch bedingten Gefäßschäden ist die Pille nicht die geeignetste Verhütungsmethode.


19.11.2009 | Von: Stefanie Grutsch