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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Gesundheitspolitik

Rückenbeschwerden auf dem Vormarsch


Zahl der jährlichen Krankschreibungen steigt


Immer mehr Deutsche lassen sich wegen Rückenbeschwerden krankschreiben. Aktuell geht jeder zehnte Krankheitstag auf das Konto von Rückenbeschwerden. Das meldete die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem jüngst veröffentlichten Gesundheitsreport 2011.

Zweithäufigster Grund für Attest

Im vergangenen Jahr zählte die TK allein 2,5 Millionen rückenbedingte Krankheitstage. Damit waren Rückenbeschwerden nach der Diagnose „depressive Episode“ der zweithäufigste Grund für Fehlzeiten am Arbeitsplatz. „Statistisch gesehen war jeder Beschäftigte in Deutschland im letzten Jahr 1,2 Tage rückenbedingt arbeitsunfähig“, sagt TK-Expertin Beate Helbig. „Damit haben Krankschreibungen aufgrund von Rückenbeschwerden erstmals wieder das Niveau von 2003 erreicht“, erklärt Helbig weiter.

Bauarbeiter tragen das schwächste Kreuz

Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit – genauso wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Dennoch trifft es manche Berufsgruppen stärker als andere. So fehlen Bauarbeiter etwa viermal häufiger wegen Rückenbeschwerden als etwa Verwaltungsbeamte, Medienangestellte oder Naturwissenschaftler. So sind Bauarbeiter jährlich 2,6 Tage rückenbedingt krankgeschrieben – statt nur 0,7 Tage wie die anderen Berufsgruppen.

Das Beste, was gegen Rückenbeschwerden hilft und diesen vorbeugt, ist Sport und Bewegung. Das gilt für alle Berufstätigen. „Auch wenn es Menschen in körperlich anstrengenden Berufen verständlicherweise schwerfällt, nach Feierabend noch an Bewegung zu denken, ist auch für sie ein ausgleichendes Training wichtig“, betont Helbig.


15.03.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek