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Rückenschmerzen bei der Arbeit


Weniger Fehlzeiten durch rückenfreundliche Arbeitsplätze


Durch einen körpergerecht gestalteten Arbeitsplatz lassen sich die schmerzbedingten Fehlzeiten von Patienten mit chronischen Rückenproblemen halbieren. Zu diesem Ergebnis ist ein holländisch-kanadisches Wissenschaftlerteam in einer aktuellen Studie gekommen.

Fehlzeiten bis zu einem halben Jahr


134 Rückenpatienten, die zwischen 18 und 65 Jahre alt waren, haben die Wissenschaftler um Willem van Mechelen vom University Medical Center in Amsterdam zwölf Monate beobachtet. Die Patienten hatten davor zum Teil so große Schmerzen, dass sie sechs Monate lang krankgeschrieben waren. Für die Studie erhielt die Hälfte von ihnen einen ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz, der perfekt auf den Rücken eingestellt war. Außerdem nahmen sie an einer Therapie teil, in der sie lernten, wie sie selbst ihren Rücken trainieren und schonen können. Die andere Hälfte erhielt dagegen nur eine normale Therapie mit Schmerzmitteln und Physiotherapie.

Vier Monate früher fit


Das Ergebnis: Die Zusammenarbeit von Ärzten und Ergonomie-Spezialisten hat sich gelohnt, denn der rückenfreundliche Arbeitsplatz reduzierte die Rückenschmerzen und damit auch die Fehlzeiten der Patienten. Im Schnitt konnten diese Teilnehmer vier Monate früher wieder zur Arbeit gehen als die herkömmlich behandelten und waren insgesamt körperlich fitter.

Dreiteilige Therapie


Mechelen und sein Team empfehlen angesichts ihrer Studienergebnisse im "British Medical Journal" ein Behandlungskonzept aus drei Bestandteilen: Erst erarbeiten Ärzte einen individuellen Therapieplan. Dann beobachtet ein Ergonomie-Spezialist den Patienten an dessen Arbeitsplatz und beseitigt alle Details, die dem Rücken schaden. Zudem trainieren sich die Patienten gezielt solche Bewegungsabläufe ab, die dem Rücken schaden und lernen Übungen, die die Rückenmuskulatur stärken.


18.03.2010 | Von: Stefanie Grutsch (mp)