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Diagnosefinder
Saubere Dialysekatheter
Anti-Gerinnungsmittel verringert Komplikationen
Sehr oft erfolgt eine Dialyse über einen Katheter. Das heißt, Ärzte legen eine Röhre direkt in die Vene der Patienten und verbinden so den Blutkreislauf mit dem Dialysegerät. Solche Blutkatheter verstopfen jedoch leicht: Es drohen Infektionen und Thrombosen. Anti-Gerinnungsmittel beugen diesem Risiko vor.
Zwei Anti-Gerinnungsmittel im Test
Die Idee, Katheter mit Anti-Gerinnungsmitteln zu spülen, ist nicht neu. Ärzte verwenden dafür üblicherweise Heparin – einen Stoff, der das Blut verflüssigt und so Blutzellen davor bewahrt zu verklumpen. Zudem lagern sich insgesamt weniger Blutzellen an den Innenflächen des Katheters ab. Langfristig gesehen wirkt Heparin allerdings nicht so gut, wie Mediziner es sich erhoffen. Bei etwa 35 Prozent der Patienten kommt es innerhalb der ersten sechs Monate einer Dialyse noch immer zu Komplikationen.
Wissenschaftler suchen daher nach geeigneten Alternativen. Nun hat eine kanadische Forschergruppe ein Mittel gefunden, das besser wirkt als Heparin. Es heißt t-PA oder gewebespezifischer Plasminogenaktivator. Wie Heparin hemmt auch t-PA die Blutgerinnung. Werden Katheter mit t-PA gespült, verstopfen sie deutlich weniger als mit Heparin. Ganz verhindern lässt sich das dennoch nicht. Aber immerhin, Komplikationen treten nur zu 20 Prozent auf. Damit halbiert sich etwa auch das Risiko für bakterielle Infektionen.
Einmal statt dreimal
Die Forscher betrachten t-PA daher als geeignete Alternative zu Heparin. Außerdem verweisen sie in ihrer Studie auf einen weiteren Vorteil: Ärzte brauchen t-PA nur einmal pro Woche anwenden – statt dreimal wie bei Heparin. Das ist vor allem in finanzieller Hinsicht wichtig. Der Wirkstoff t-PA ist nämlich teurer als Heparin. Das – so sagen die Forscher – sollte Ärzte jedoch nicht davon abhalten t-PA zu benutzen. Denn die Wirkstoffkosten wiegen die Kosten, die durch Komplikationen entstehen, deutlich auf.
- Links:
- Die Studienergebnisse sind im "The New Engalnd Journal of Medicine" online veröffentlicht.



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