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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung

Schädlicher Wirkstoff vom Markt


Bufexamac verschwindet aus Apothekenregalen


Seit dem gestrigen Mittwoch sind Medikamente mit dem Wirkstoff Bufexamac in Apotheken nicht mehr erhältlich. Die Arzneimittelbehörde hatte das empfohlen, weil Medikamente mit Bufexamac mehr schaden, als nutzen (apotheken.de berichtete). Sie wurden gegen Entzündungssymptome der Haut angewendet, etwa bei chronischem Ekzem und Hämorrhoiden.

Apotheker kennt Alternativen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Zulassung Bufexamac-haltiger Cremes am Mittwoch aufgehoben. Innerhalb weniger Stunden hat die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) alle Apotheken über diesen Rückruf informiert. „Patienten, die derzeit Bufexamac-haltige Arzneimittel anwenden, sollten mit ihrem Arzt oder Apotheker über mögliche Alternativen sprechen“, sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.

Nebenwirkungen gleichen Grunderkrankung

Zum Einsatz kamen rezeptfreie Arzneimittel mit Bufexamac gegen Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, etwa bei Hämorrhoiden und anderen Ekzemen. Doch zum Teil rufen sie Nebenwirkungen hervor, die den Symptomen der ursächlichen Beschwerden so sehr gleichen, dass sie gar nicht als Nebenwirkungen erkannt werden. Das BfArM kommt deshalb zu dem Schluss, dass der mögliche Schaden Bufexamac-haltiger Arzneimittel nicht vertretbar ist. Die Zulassung wurde wegen des erhöhten Risikos von Kontaktekzemen widerrufen. In einigen Fällen war für deren Behandlung sogar ein Krankenhausaufenthalt erforderlich gewesen.


06.05.2010 | Von: Stefanie Grutsch