Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Kinderkrankheiten

Scharlach im Winter


In den kalten Monaten stecken sich Kinder häufig an


Besonders in der kalten Jahreszeit erkranken Kindergarten- und Schulkinder oft an Scharlach. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) tragen in den Wintermonaten bis zu 20 Prozent der Menschen die Keime in sich, ohne dass sie Symptome zeigen. „Wenn Eltern den Verdacht haben, dass ihr Kind an Scharlach erkrankt ist, sollten sie sofort zum Arzt gehen“, rät der Kinderarzt Gerhard Kroschke. Die Scharlacherreger lassen sich mit Hilfe eines Rachenabstrichs nachweisen.

Kennzeichen: Himbeerzunge und Ausschlag

„In der Regel muss Scharlach mit Antibiotika behandelt werden, um Folgekrankheiten wie Herzmuskelentzündung, Nierenschäden oder Gelenkentzündungen zu vermeiden“, erklärt Kroschke. In den meisten Fällen haben Kinder die Krankheit dann nach einer Woche überstanden. Anders als bei anderen typischen Kinderkrankheiten, können sie aber mehrfach an Scharlach erkranken.

Scharlach beginnt in der Regel mit Schüttelfrost, hohem Fieber und einer Mandelentzündung mit feuerrotem Rachen. Typisch ist die tiefrote Zunge, die auch als Himbeerzunge bezeichnet wird. Am zweiten Krankheitstag tritt dann ein kleinfleckiger, flammend roter Ausschlag an Rumpf und Gliedern auf. Nach zwei bis vier Tagen verblasst der Ausschlag, die Haut schuppt ab und das Fieber geht zurück.

Therapie unbedingt beenden

Auf keinen Fall dürfen Eltern das Antibiotikum vorzeitig und ohne Anweisung des Kinderarztes absetzen. Es können sonst bleibende gesundheitliche Schäden entstehen. Ein an Scharlach erkranktes Kind darf frühestens 24 Stunden nach Beginn der Antibiotika-Therapie und 24 Stunden nach Abklingen des Fiebers wieder in die Schule oder in den Kindergarten. Ohne antibiotische Behandlung ist das Kind länger Krankheitsüberträger und darf erst nach etwa drei Wochen wieder unter Leute. 


29.01.2010 | Von: Dorothee Steeb