Gesund leben | Vorsorge
Eltern und Kind
Gesundheit und Politik
Krankheiten | Therapie
Premium Gesundheitsinfos
Archiv
« |
Mai - 2012 | » |
||||
| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | ||
| 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ||
Diagnosefinder
Schlaganfall: Nie zu spät für Reha
Bewegungstraining auch Jahre nach Schlaganfall erfolgreich
Nach einem Schlaganfall leiden viele Patienten an Lähmungen. Dass sie auch noch Jahre nach dem Schlaganfall auf Besserung hoffen können, wenn sie entsprechend trainieren, zeigt eine Studie der US-amerikanischen Brown Universität. Für die dreijährige Studie wurde eine neue robotergestützte Therapie entwickelt.
Intensivtraining länger als sechs Monate
Die Wissenschaftler um Albert Lo haben mit 127 Patienten gearbeitet, die von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zuvor einen Schlaganfall hatten. Ein Drittel von ihnen hatte sogar mehrere Schlaganfälle hinter sich. Alle Patienten litten seither unter unterschiedlich starken Lähmungen in mindestens einem Arm.
Solche Patienten bekommen laut Albert Lo normalerweise nur in den ersten sechs Monaten nach dem Schlaganfall eine Rehabilitationstherapie. Danach, so die bisherige Meinung, führt die Therapie zu keiner weiteren Besserung. Die Studie der Brown Universität zeigt jetzt, dass die Patienten aber auch Jahre später noch deutlich von Training und Therapie profitieren. Die eigens dafür entwickelte Behandlung bestand aus einer dreimonatigen Bewegungstherapie, bei der bestimmte Bewegungen immer wiederholt werden. Hinzu kam für ein Drittel der Studienteilnehmer ein Armtraining mithilfe speziell entwickelter Roboter, das weit intensiver ist, als herkömmliche Rehabilitation. Ein weiteres Drittel der Teilnehmer wurde ähnlich intensiv vom Therapeuten behandelt, während das letzte Drittel keine weitere Behandlung bekam.
Lähmungen deutlich gebessert
Bereits nach drei Monaten intensiver Therapie – egal ob robotergestützt oder mit Therapeut – hatten die Patienten eigenen Angaben zufolge eine bessere Lebensqualität. Nach sechs Monaten konnten sie den zuvor gelähmten Arm besser bewegen und im Alltag, etwa zum Essen, einsetzten. Durch die Therapie hatten sich wichtige Nervenzellen neu vernetzt und gewisse Gehirnareale den Ausfall der vom Schlaganfall zerstörten Gehirnzellen kompensiert. Bei der Kontrollgruppe ohne Therapie besserte sich die Lähmung nicht.
„Allein in den USA gibt es 6,4 Millionen Patienten, die langfristig unter den Folgen eines Schlaganfalls leiden. Wir haben gezeigt, dass es für sie Hoffnung gibt. Die richtige Therapie kann ihre Beweglichkeit und damit ihre Lebensqualität verbessern“, sagt Albert Lo. Nachdem seine Studie beendet war, haben auch die Patienten der Kontrollgruppe noch eine Intensivtherapie bekommen.



zurück