Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Gesund Abnehmen
Weitere interessante Artikel

Schlank im Schlaf


Wer schlecht schläft wird dick?


Nicht nur Sport und Diäten, sondern auch ein geruhsamer Schlaft macht schlank. Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass Langschläferinnen weniger zu Übergewicht neigen, als Frauen mit wenig Schlaf.

Übergewichtige bewegen sich mehr


Im Rahmen einer Studie in Washington wurden 14 Krankenschwestern mit speziellen Armbändern ausgerüstet, die Armbewegungen sowie Körper- und Umgebungstemperatur registrieren. Dadurch gewann der Studienleiter Arn Eliasson Informationen über die körperliche Aktivität sowie die Ruhezeiten der 14 Frauen. Entgegen der Erwartungen bewegten sich die übergewichtigen Krankenschwestern mehr als ihre normalgewichtigen Kolleginnen: Sie legten täglich rund 14.000 Schritte zurück, ihre Kolleginnen nur 11.300. So verbrannten die dickeren Schwestern fast 1.000 Kalorien mehr – der erhöhte Kalorienverbrauch wirkte sich allerdings nicht auf ihr Gewicht aus.

Wenig Schlaf macht dick


Außerdem waren die übergewichtigen Krankenschwestern am Abend nicht erschöpfter als die normalgewichtigen. Sie bewegten sich auch noch während dem Schlaf stärker und mehr. Kürzere Schlafzeiten und häufigere Armbewegungen in der Nacht zeigten an, dass sie schlechter schliefen und weniger gut ausruhen konnten.

Eliasson erklärt sich den Zusammenhang zwischen kurzen Schlafzeiten und Übergewicht als einen Teufelskreis: Der Schlafmangel bringt das hormonelle Gleichgewicht durcheinander, was die Konzentration des Sättigungshormons Leptin senkt. Das könnte die Folge haben, dass die Frauen, die schlecht schlafen, mehr essen, weil sie mehr Hunger haben. Auch Stresshormone haben Einfluss auf den Schlaf. Stress verschlechtert nicht nur die Schlafeffizienz, sondern auch die Qualität der Arbeit. Eliasson vermutet, dass vermehrter Stress den Schlaf verschlechtert und unausgeschlafene Übergewichtige dadurch weniger organisiert sind. Das wirkt sich wiederum auf die Arbeit aus, sie müssen größere Wege zurücklegen, um ihr Arbeitspensum zu erfüllen. Das schließt den Kreislauf zwischen Übergewicht und vermehrter Bewegung.

Keine Belege


„Eliasson kann seine Hypothese allerdings weder durch Daten zur Konzentration von Leptin oder Stresshormonen belegen und die Ergebnisse der stichprobenartigen Studie mit einer sehr begrenzten Zahl von Patienten sollte sicherlich nicht überbewertet werden“, gibt das Deutsche Ärzteblatt zu bedenken. Der Forscher plant weitere Studien, um den Einfluss von Stress auf den Schlaf besser beurteilen zu können.


22.05.2009 | Von: Judith Kayser