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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung

Schmerzgel und Sonne nicht kombinieren


Durch Schmerzgele droht höhere Lichtempfindlichkeit


Rezeptfreie Schmerzgele mit dem Wirkstoff Ketoprofen können die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken und zu sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen führen. Darauf weist die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) hin. Patienten sollten solche Salben deshalb nie in der Sonne benutzen und behandelte Hautstellen schützen.

Haut mit Kleidung schützen

Apotheker empfehlen Patienten, ihre Hände nach jedem Auftragen eines Ketoprofen-haltigen Schmerzgels gründlich zu waschen. Behandelte Hautstellen sollten sie durch Kleidung vor Sonnenlicht schützen – auch bei bedecktem Himmel. Auch zwei Wochen nach der Behandlung braucht die Haut diesen Lichtschutz. Die behandelten Stellen sollten Patienten allerdings erst abdecken, nachdem das Gel vollständig getrocknet ist. Außerdem eignet sich das Schmerzgel nicht unter Verbänden, die die Haut wasserdicht abdecken, so genannten Okklusionsverbänden.

„Treten bei der Anwendung von Ketoprofen-Schmerzgelen Hautreaktionen auf, sollten Patienten die Anwendung sofort beenden und zusätzlich jeden Verdacht auf eine Nebenwirkung dem Arzt oder Apotheker melden“, sagt Dr. Andreas Kiefer von der AMK. Patienten, die Ketoprofen nicht vertragen, kann der Apotheker Schmerzgele mit anderen Wirkstoffen empfehlen, die ebenso gegen Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen helfen.


19.08.2010 | Von: Stefanie Grutsch