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Redaktion apotheken.de » HNO, Atemwege und Lunge

Schnupfenmittel im Test


Schnupfensprays mit unnötigen Wirkstoffen


Schnupfen trifft fast jeden ein oder mehrere Male im Jahr. Besonders in Herbst und Winter sind die Schleimhäute durch trockene Heizungsluft und Kälte draußen anfällig für Schnupfenviren. Zwar gibt es immer noch kein Medikament, das einen von der laufende Nase befreit, aber die lästigen Symptome des Schnupfens lassen sich lindern. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat nun 99 dieser Mittel getestet.

Lästiges Übel Schnupfen

Bei einem Schnupfen ist die Nasenschleimhaut entzündet und geschwollen. Typisch ist vor allem der Ausfluss aus der Nase sowie einer behinderten Nasenatmung. Beschwerden und Behandlung des Schnupfens unterscheiden sich je nach Ursache. Am häufigsten handelt es sich bei der Erkrankung um einen Erkältungsschnupfen, der in der Regel durch Viren verursacht wird und zumeist mit Erkältungskrankheiten einhergeht.

Viele gute Schnupfenmittel

ÖKO-Test hat nun 99 rezeptfreie Arzneimittel und Medizinprodukte im Labor auf ihre Wirksamkeit untersucht. 38 Produkte haben dabei mit „sehr gut“ oder „gut“ abgeschnitten, fast genauso viele wurden aber mit „mangelhaft“ oder „schlecht“ bewertet. Denn oft enthalten Nasentropfen und –sprays überflüssige Konservierungsstoffe und Wirkstoffe, welche die Nasenschleimhaut schädigen. Beispielsweise sind 36 Produkte mit einem Stoff konserviert, der auch in Reinigungsmitteln vorkommt.
Vor allem Produkte aus Drogeriemärkten oder Supermärkten, etwa DM und Norma, enthalten unerwünschte Stoffe wie PEG. Auch bekannte Produkte wie Rhinopront® und Wick® schneiden relativ schlecht ab. Die Beratung des Apothekers ist deshalb beim Kauf von Nasensprays besonders wichtig. Er kann Produkte ohne Zusatzstoffe empfehlen.

Salzwasser oder abschwellender Wirkstoff?

Abschwellende Nasensprays, die die Nase frei machen, können bei zu langer Verwendung abhängig machen (apotheken.de berichtete). "Man sollte sich vorher gut überlegen, ob man zu einem Nasenspray, Nasentropfen, einer Salzlösung oder anderen Präparaten greift. Denn abschwellende Nasensprays beispielsweise können abhängig machen. Sie sollten deshalb nur für kurze Zeit verwendet werden", sagt Jürgen Stellpflug von ÖKO-Test. Darauf weisen die Packungsbeilagen aber stets hin. Auch in der Apotheke werden Patienten über den richtigen Gebrauch der abschwellenden Sprays beraten, die für einen kurzen Einsatz durchaus sinnvoll sind.

Schnupfensprays auf Basis von Salzwasserlösung sind hingegen immer unproblematisch. Sie befeuchten die Nasenschleimhäute lediglich, so dass sich Krankheitserreger nicht so schnell festsetzen. Sie können über einen längeren Zeitraum verwendet werden, ohne die Schleimhaut zu schädigen, haben aber auch keine abschwellende Wirkung.


03.11.2009 | Von: Judith Kaiser