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Schulsport hilft armen Kindern
Sozial schwachen Kindern tut Schulsport besonders gut
Sozial besser gestellte Kinder und Jugendliche sind seltener übergewichtig und fitter als ihre sozial schwächeren Alterskollegen. Schüler aus armen Familien profitieren deshalb gesundheitlich mehr von zusätzlichem Schulsport, etwa von einem Anheben der Schulsport-Stunden von zwei auf fünf pro Woche. Das sind zwei zentrale Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Leipzig, die am derzeit stattfindenden Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm vorgestellt wurde.
Ausgangslage: schlechtere Schule – schlechtere Gesundheit
An der Leipziger Studie haben 163 Schüler teilgenommen, die ein Jahr lang beobachtet wurden. Die Mediziner wollten wissen, ob sich zusätzlicher Schulsport an Gymnasien und Mittelschulen positiv auf die körperliche Leistungsfähigkeit und das Herzrisiko der Schüler auswirkt.
Ein Teil der untersuchten Schüler ging auf ein Gymnasium, dessen Absolventen typischerweise auf eine Universität wechselten, der andere Teil besuchte eine Schule, deren Absolventen in der Regel nach der Sekundarstufe das Bildungssystem verlassen. Beim Studienbeginn hatten die Schüler mit niedrigerem Sozial- und Bildungsstatus durchschnittlich einen höheren Body-Mass-Index (BMI), weniger fettfreies Gewebe, ein weniger gutes Koordinationsvermögen und eine schlechtere Fitness als Ihre besser gestellten Altersgenossen.
Weniger Fett, mehr Fitness
Die Schüler beider Schulen wurden für die Studie in je zwei Gruppen aufgeteilt: Während die Kontrollgruppen weiterhin zwei Stunden pro Woche Sportunterricht hatten, trieben die anderen stattdessen fünf Stunden lang Schulsport. Fazit nach einem Jahr: Die fleißigeren Sportler waren schlanker als die Kontrollgruppe. Vor allem Schüler aus sozial schwachen Familien konnten ihre Figur, ihr Koordinationsvermögen und ihre Fitness deutlicher steigern als ihre Kollegen aus höheren Einkommensschichten.
„Unsere Studie zeigt, dass Schul-basierte Maßnahmen Kindern einen deutlichen Gesundheits-Nutzen bringen können, insbesondere Schülern mit schwächerem Sozialstatus und Bildungsniveau, die typischer Weise ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme haben“, resümiert Studienleiterin Dr. Katharina Machalica.



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