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Diagnosefinder
Schuppenflechte zu Hause behandeln
UVB-Bestrahlung zu Hause ist sicher und wirkt
Die Bestrahlung mit UVB-Licht lindert die Beschwerden von Patienten mit Schuppenflechte. Bislang wird sie vor allem in Kliniken und Arztpraxen durchgeführt, was für die Patienten sehr aufwändig ist. Eine Studie zeigt, dass die Therapie auch zu Hause möglich ist.
Vorbehalte gegen Heimtherapie
Schuppenflechte tritt in Schüben auf und beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten zeitweise sehr. Eine acht- bis zehnwöchige UVB-Therapie bessert dann die Beschwerden. Sie wird aber häufig nicht in Anspruch genommen, weil dazu drei Termine pro Woche in der Klinik oder Arztpraxis nötig sind. Für viele arbeitende Patienten ist das zeitlich nicht möglich. Oft ist der Weg zum nächsten Therapiezentrum, das UVB-Bestrahlung anbietet, weit.
Technisch ist die Bestrahlung auch leicht zu Hause durchführbar, doch deutsche Dermatologen haben Vorbehalte gegen eine solche Selbstbehandlung. In der Leitlinie der Deutschen Dermatologen Gesellschaft (DDG) heißt es, Heimbehandlung sollen nur Patienten bekommen, für die es unmöglich ist, regelmäßig ein Therapiezentrum aufzusuchen. Sie müsse von einer „strengen Therapiekontrolle“ und „regelmäßiger Überwachung des Therapieverlaufs“ begleitet werden.
Bestrahlung zu Hause ist ungefährlich
Mayke Koek hat in ihrer Studie an der Universität Utrecht jetzt nachgewiesen, dass die Behandlung zu Hause weder riskant, noch weniger effektiv ist. Die 196 Studienteilnehmer wurden per Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Mitglieder der einen Gruppe bekamen alle ein Gerät zur Heimtherapie. Die zweite Gruppe musste zur Bestrahlung dreimal wöchentlich in die Klinik.
Der Therapie war in beiden Gruppen gleich erfolgreich: zu 70 Prozent bei den Patienten aus der ersten Gruppe und zu 73 Prozent bei den Patienten, die in der Klinik behandelt wurden. Die Heimtherapie führte auch nicht zu mehr Nebenwirkungen oder gar Verbrennungen, wie Dermatologen immer wieder befürchten.
Zufriedenere Patienten
Zudem waren die Patienten, die sich selbst zu Hause behandeln konnten, viel zufriedener mit der Therapie. 42 Prozent von ihnen bewerteten die Therapie als „exzellent“, während das von der anderen Gruppe nur 23 Prozent taten. Das wirkt sich auch langfristig positiv aus: 92 Prozent wollten sie fortsetzen. Mit der ambulanten Therapie wollten nur 60 Prozent weiter machen.
Für die Patienten hat die Heimtherapie mit UVB-Licht also vor allem Vorteile. Die Studienergebnisse könnten zu einer größeren Akzeptanz der Behandlung auch unter Dermatologen führen. Dass die Methode auch kostengünstig ist, wollen die Utrechter Forscher in ihrer nächsten Studie belegen.
- Links:
- Die Studie wurde im Britischen Ärzteblatt British Medical Journal veröffentlicht.
- Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)
- Studie als pdf



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