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H1N1-Impfung für Schwangere


Erste Erfahrungen mit Schweinegrippe-Impfung in Schwangerschaft


In Deutschland herrscht Verunsicherung: nützt die Impfung oder schadet sie? Wer soll sich impfen lassen? Wo ist das möglich? Das sind Fragen, die sich die Bevölkerung zu Recht stellt. Einfache Antworten darauf gibt es nicht, aber immerhin erste Erfahrungen aus anderen Ländern. In den USA läuft eine erste Studie zur Schweinegrippe-Impfung bei Schwangeren, bei denen besonders große Unsicherheit besteht. Sie zeigt: eine Dosis reicht für einen sicheren Impfschutz aus, ernste Nebenwirkungen sind bislang nicht aufgetreten.

Schweinegrippe für Schwangere besonders gefährlich


Schwangere gelten als besondere Risikogruppe bei der Schweinegrippe, weil bei ihnen die Krankheit oft sehr schwer verläuft. Nach Angaben des amerikanischen Center for Disease Control starben in den USA bislang 28 schwangere Frauen an der Krankheit, insgesamt 100 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Ein Impfschutz ist für Schwangere deshalb besonders erstrebenswert, doch auch hier herrscht Skepsis. Nebenwirkungen und andere Risiken werden befürchtet.

Impfschutz schon nach einer Dosis


Das amerikanische Gesundheitsamt, die National Institutes of Health (NIH), hat deshalb eine Impfstoff-Studie mit Schwangeren gestartet. Seit 9. September werden Frauen im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel geimpft. Drei Wochen nach der Impfung wird der erzielte Impfschutz überprüft. Dabei zeigte sich, dass eine Dosis bei 92 Prozent der Frauen ausreichte, um sie gegen die Schweinegrippe immun zu machen. Bislang bekamen im Rahmen der Studie 50 Frauen die Impfung. Insgesamt sollen es 120 werden.

Keine Sicherheitsbedenken


Bei den ersten 50 Impfungen hat das NIH keine starken Nebenwirkungen und Probleme feststellen können. Sicherheitsbedenken in Bezug auf die Impfung seien durch die Studie nicht belegbar. Auch für die Babys im Mutterleib besteht keine Gefahr: eine Ansteckung durch den Impfstoff ist unmöglich, da er nur abgetötete Erreger enthält.

„Für Schwangere, denen durch eine Schweinegrippe-Infektion ernste Gesundheitsprobleme drohen, sind die ersten Ergebnisse sehr beruhigend“, sagt Anthony Fauci vom NIH. „Der Impfschutz ist nach einer Dosis gleich groß wie bei anderen Erwachsenen und die Frauen haben die Impfung auch gut vertragen.“ Was die Nebenwirkungen betrifft, gilt es allerdings zu bedenken, dass die amerikanische Studie einen Impfstoff ohne Wirkstoffverstärker nutzt. In Deutschland ist dieser für die Allgemeinbevölkerung nicht erhältlich. Der hier verfügbare Impfstoff Pamdemrix® enthält solche Verstärker und steht deshalb in der Kritik: Experten befürchten, dass er deshalb mehr Nebenwirkungen auslöst (apotheken.de berichtete).


04.11.2009 | Von: Stefanie Grutsch