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Schweinegrippe in der Schwangerschaft
Behandlung auch für Schwangere empfohlen
Schwangere, die an Schweinegrippe erkranken, droht ein besonders schwerer Verlauf. Wenn nächste Woche in Deutschland die Impfungen starten, sollen sie deshalb unter den ersten sein, die eine Impfdosis erhalten. Doch wie ist der beste Umgang mit schwangeren Frauen, die bereits erkrankt sind? In dieser Frage herrschte unter Ärzten bislang Unklarheit. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie (DGGG) hat dazu jetzt eine Stellungnahme veröffentlicht.
Medikamentöse Behandlung sinnvoll
„Schwangere gehören zur Hochrisikogruppe, weshalb der Arzt die Krankheit möglichst rasch behandeln sollte“, erklärt Prof. Klaus Vetter von der DGGG. Bisher hat sich die Schweinegrippe in Europa zwar nicht so stark ausgewirkt, wie von Experten befürchtet, Schwangere haben aber dennoch ein erhöhtes Risiko. Das Beste sei es deshalb, sagt Vetter, wenn sie sich schon jetzt, vor Ausbruch der großen Grippewelle, mit einer Impfung wappnen. Ab nächster Woche wird das voraussichtlich in allen Ländern möglich sein.
Für den Fall, dass sich eine schwangere Frau trotzdem mit der neuen Grippe ansteckt, stehen jetzt die „wissenschaftlich gesicherten Empfehlungen bereit, die die DGGG gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut erarbeitet hat. Nach der Untersuchung von Nutzen und Risiken empfehlen die Experten, Schwangere und Stillende mit entsprechenden Krankheitszeichen innerhalb von 48 Stunden mit Grippe-Medikamenten zu behandeln. „Die Veröffentlichung der Stellungnahme wird dem behandelnden Arzt bei der individuellen Entscheidungsfindung Sicherheit geben und damit auch der betroffenen Frau“, sagt Vetter.
Vorbeugende Maßnahmen
Um zu verhindern, dass es überhaupt zu einer Infektion kommt, helfen einige einfache vorbeugende Maßnahmen. „Als grundsätzliches Ziel sollten unbedingt präventive Maßnahmen im Vordergrund stehen, die jede Schwangere oder stillende Mutter selbst beachten kann. Diese helfen, einer Erkrankung mit der Schweinegrippe vorzubeugen“, betont Prof. Rolf Kreienberg von der Universitätsfrauenklinik Ulm. Denn obwohl der Nutzen der Grippe-Medikamente über dem Risiko stehe, könnten sie einen ungewollten Einfluss auf die Schwangerschaft und den Fötus haben. Als allgemeine Schutzmaßnahmen empfiehlt sich, wie gegen die saisonale Grippe auch, häufiges Händewaschen mit Seife oder alkoholischen Desinfektionsmitteln. Außerdem sollten Schwangere sich mit ungewaschenen Händen nicht im Gesicht berühren, große Menschenansammlungen und den Kontakt zu Kranken meiden.
- Links:
- Zur Stellungnahme der DGGG.



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