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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Gesundheitspolitik

Sicherheitsmängel im Solarium


EU-Kommission warnt vor Sonnenbänken


Jede siebte Sonnenbank überschreitet die Sicherheitsgrenzwerte für UV-Strahlen und gefährdet damit die Gesundheit. Das geht aus einer Studie der Europäischen Kommission hervor. Sie hat Sonnenstudios in zehn Staaten, unter anderem in Deutschland, überprüft.

Verbot kümmert Anbieter nicht


Seit letztem Sommer sind Sonnenstudios für Jugendliche tabu – weil sie zu gefährlich sind (apotheken.de berichtete). Doch um das Verbot kümmern sich die Betreiber offenbar wenig und lassen Jugendliche weiter Sonnenbäder nehmen. Das und andere Sicherheitsmängel deckte die Untersuchung der EU-Kommission auf. Die Sonnenbänke geben zu starke UV-Strahlung ab, sodass Sonnenbrand und Hautkrebs drohen.

Keine Aufklärung über Risiken


Über solche Risiken werden die Benutzer jedoch nicht informiert. Weder das Personal klärt die Besucher über die Gefahren von künstlichen Sonnenbädern auf, noch gibt es Hinweise auf den Geräten selbst. „Ich bin besorgt darüber, dass ein hoher Prozentsatz von Sonnenbänken und Solarien die Sicherheitsvorschriften nicht einhalten. Hier geht es um ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen, da sich die Häufigkeit von Hautkrebs alle 15-20 Jahre verdoppelt“, sagt John Dalli, der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik.

Für die Studie überprüfte die Behörde ein Jahr lang mehr als 500 Sonnenbänke an über 300 Standorten in zehn Mitgliedsstaaten. Angesichts der festgestellten Mängel will sie Sicherheitsvorschriften nun strenger durchsetzen.


16.02.2010 | Von: Stefanie Grutsch