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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung

Steigende Ausgaben für Medikamente


Gesundheit im Mecklenburg-Vorpommern am teuersten


Die in Deutschland niedergelassenen Ärzte haben 2010 Medikamente im Gesamtwert von 34 Milliarden Euro verschrieben. Damit sind die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um knapp sechs Prozent gestiegen. Das teilt aktuell die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Sie beruft sich dabei auf Statistiken des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung.

Zehn Arzneimittel, pro Kopf, pro Jahr

Letztes Jahr verordneten Ärzte deutschlandweit 693 Millionen Arzneimittel-Packungen. Damit bekam statistisch gesehen jeder Bundesbürger etwa zehn Arzneimittel-Packungen verschrieben. Diese kosteten im Schnitt 485 Euro. Im regionalen Vergleich verordneten die Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern die teuersten Medikamente. Dort entfielen auf jeden gesetzlich Krankenversicherten rund 599 Euro – also 24 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Am wenigsten gaben hingegen die Ärzte in Bayern aus: Sie verschrieben jedem Versicherten Arzneimittel im Wert von 443 Euro. Damit lagen sie neun Prozent unter der durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgabe.

Auch die Preise der verordneten Einzel-Packungen variierten stark von Region zu Region. Kostete in Berlin jede Packung im Schnitt  60 Euro, betrug in der Region Westfalen-Lippe der Preis pro Packung 42 Euro. Im Bundesdurchschnitt kostete jede Packung 48 Euro.

Mehr Ausgaben – mehr Zuzahlungen

Mit den Medikamenten-Ausgaben stiegen gleichzeitig auch die Zuzahlungen. So bezahlten die Patienten 2010 rund 1,9 Milliarden Euro aus der eigenen Tasche. Damit stiegen die privaten Ausgaben für rezeptpflichtige Arzneimittel um 13 Prozent.


03.05.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek